Heizölpreise erneut deutlich gesunken

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Die Heizölpreise befinden sich seit Dienstag im Korrekturmodus und sind, nach dem rasanten Preisanstieg der vergangenen Woche, zuletzt kräftig gesunken. Auch auf den heutigen Donnerstag gingen die Heizölpreise im bundesweiten Durchschnitt um weitere 1,2 Cent/Liter zurück, so dass eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl aktuell 73,28 €uro/100 Liter kostet. Ausschlaggebend für die jüngste Preiskorrektur ist der Ölmarkt, denn auch dort fielen die Notierungen in dieser Woche deutlich, nachdem der Handelsstreit zwischen den USA und China zu eskalieren droht und vom US-Ölmarkt deutlich preisdrückende Impulse gekommen waren.

Bei der Betrachtung der regionalen Preisentwicklungen kann weiterhin festgestellt werden, dass Verbraucher im Osten und Südosten Deutschlands vom Ausfall der Großraffinerie in Leuna betroffen sind. Zwar sind die Heizölpreise heute in allen Bundesländern gesunken, dabei entfielen jedoch die geringsten Preisrückgänge mit 0,3 bis 0,6 Cent/Liter auf Brandenburg, Berlin, Sachsen und Thüringen. Zudem sind die Heizölpreise in den östlichen Bundesländern und Bayern in der gesamten zurückliegenden Woche deutlich gestiegen, während sie in allen anderen Bundesländern gesunken sind. Heute konnten die kräftigsten Preisnachlässe mit 1,6 bis 1,9 Cent/Liter in Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland festgestellt werden.

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Heizölpreise - Prognose und Empfehlung

Die Stimmung am Ölmarkt ist im Verlauf dieser Handelswoche wieder gekippt. Nachdem zuvor die Risiken für das Ölangebot im Fokus gestanden hatten, die sich zuletzt durch den Konflikt zwischen den USA und Iran und Anschlägen im Persischen Golf erhöht hatten, sind in dieser Woche wieder die Nachfragerisiken in dem Mittelpunkt getreten, die sich vor allem durch den eskalierenden Handelskonflikt zwischen den USA und China ergeben.

Für Heizölverbraucher ist die aktuelle Situation weiterhin schwer zu bewerten. Erfreulicherweise haben die Heizölpreise zwar wieder die Abwärtsrichtung eingeschlagen, dennoch besteht weiterhin ein nicht unerhebliches Risiko, dass die Rohöl-, Gasöl- und Heizölpreise wieder kräftig anziehen könnten. Sollte es z.B. doch noch zu einer Einigung im Handelsstreit der größten Volkswirtschaften oder zu einer Verschärfung der Situation im Nahen kommen, so könnten die Ölpreise schnell und deutlich zulegen.

Wer jedoch eher spekulationsfreudig eingestellt ist, kann aktuell auch darauf setzen, dass der OPEC+ Verbund seine Ölförderung im zweiten Halbjahr anheben wird. Dies wird jedoch sehr unwahrscheinlich, wenn der OPEC-Ölpreis unter die 70-Dollar-Marke fallen sollte. Aufgrund der schlechteren Stimmung an den Börsen und des Handelsstreites, kann man aktuell aber auf weitere Preisrückgänge setzen, sollte dabei allerdings langfristig auch die Risiken im Auge haben, um frühzeitig eine weitsichtige Heizölbestellung für den nächsten Winter vornehmen zu können.

 

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