Heizölpreise drehten wieder nach oben

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Die gestrige leichte Abwärtsbewegung der Heizölpreise hielt nicht lange an. Auf den heutigen Donnerstag legten die Heizölpreise im bundesweiten Durchschnitt wieder um 0,2 Cent/Liter zu und stehen somit wieder kurz unter dem höchsten Stand seit Ende Mai 2015. So kostet eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl aktuell 67,94 €uro/100 Liter.

Bei der Betrachtung der regionalen Preisentwicklung zeigte sich heute jedoch ein ganz unterschiedliches Bild in den einzelnen Bundesländern. So gaben die Heizölpreise in acht Bundesländern nach. Am deutlichsten fiel der Rückgang dabei im Saarland, Sachsen-Anhalt und Hessen aus.

In Berlin und Brandenburg bewegten sich die Heizölpreise heute nicht und in Bayern war nur ein leichtes Plus von knapp 0,2 Cent/Liter zu verzeichnen. Dafür zogen die Heizölpreise in Nordrhein-Westfalen um kräftige 1,0 Cent/Liter an und auch in Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein war ein spürbarer Anstieg von rund 0,5 Cent/Liter feststellbar.

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Heizölpreise - Prognose und Empfehlung

Die Lage am Ölmarkt ist zurzeit undurchsichtig, was es den deutschen Heizölverbrauchern schwer macht abzuschätzen, ob man mit einer Heizölbestellung warten oder doch besser jetzt zuschlagen sollte.

Klar ist, dass ein Großteil des jüngsten Ölpreis-Anstiegs auf Spekulationen beruht. Allerdings sorgen auch geopolitische Risiken im Hinblick auf die weitere Iran-Politik der USA, ein verhaltender Anstieg der US-Ölförderung bei gleichzeitiger Ausweitung der OPEC-Förderkürzung und einer stark anziehenden, globalen Ölnachfrage dafür, dass die Ölpreise gestützt werden.

Egal ob fakten- oder spekulationsbasiert, die Stimmung am Ölmarkt bleibt bullisch und die Rohölpreise stehen weiterhin in der Nähe ihres Dreieinhalb-Jahres-Hochs. Preisstützende Meldungen werden zurzeit sofort aufgegriffen, bei der Rücknahme von Risikoaufschlägen reagieren Händler zurzeit jedoch zurückhaltend, obwohl sich einigen Krisen wieder normalisiert haben.

Für Heizölverbraucher ist die Situation weiterhin schwer zu bewerten. Es kann durchaus sein, dass die jüngste Spekulationsblase bald platzt und dann hätten die Ölpreise ein beachtliches Abwärtspotential. Andererseits könnte sich der Anstieg zunächst auch fortsetzen, so dass eine Abwärtskorrektur erst auf einem so hohen Preislevel starten könnte, dass es schwer werden könnte wieder zu deutlich günstigeren Preisen Heizöl zu bestellen.

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