Heizölpreise drehten spürbar nach oben

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Die Heizölpreise haben in den vergangenen Tagen spürbar zugelegt und sind in der ersten Wochenhälfte um deutliche 1,8 Cent/Liter gestiegen. Mit 64,10 €uro/100 Liter ist eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl im bundesweiten Durchschnitt aktuell so teuer wie seit Anfang Februar nicht mehr. Zudem kratzen die Heizölpreise zurzeit am oberen Rand ihres Seitwärtstrends und könnten diesen nun zumindest zwischenzeitlich verlassen.

Bei der Betrachtung der regionalen Preisentwicklung waren in der ersten Wochenhälfte in allen Bundesländern deutliche Preisanstiege zu verzeichnen. Dabei legten die Heizölpreise mit 2,0 bis 2,1 Cent/Liter am stärksten in Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zu. Die geringsten Preisanstiege entfielen hingegen mit 1,2 bis 1,4 Cent/Liter auf Berlin und Bayern.

 

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Heizölpreise - Prognose und Empfehlung

Trotz der guten Angebotslage auf dem Weltölmarkt und der insgesamt auch stabilen Aussichten, hat sich in den vergangenen Tagen wieder einmal gezeigt, dass Händler lieber steigende als fallende Kurse bei den Ölnotierungen sehen. Aktuell sieht es allerdings nur nach einem kurzfristigen Anstieg aus, denn für einen nachhaltigen Anstieg scheint die Nachrichtenlage zu dünn zu sein. In der zweiten Wochenhälfte könnte es daher schon wieder zu Gewinnmitnahmen und somit zu fallenden Rohöl- und Heizölpreisen kommen.

Begründet wurden die jüngsten Preisanstiege zumeist mit geopolitischen Faktoren, bei denen der Iran im Fokus stand. Einerseits will die EU Sanktionen gegen das Land prüfen, um dessen militärischen Interventionen in Ländern wie Syrien oder dem Jemen einzudämmen. Darüber hinaus hatte sich zuletzt die Rhetorik von Saudi-Arabien verschärft, denn der regionale Erzrivale des Iran hatte angedeutet, bei einer weiteren Eskalation auch den Bau von Atomwaffen nicht auszuschließen.

Die aktuelle Führung der USA hat sich bereits seit längerem klar gegen den Iran positioniert und seine Nähe zu Saudi-Arabien sowie Israel demonstriert. Der politische Druck auf den Iran wird somit von allen Seiten größer, doch eine konkrete Eskalation der politischen Lage ist bisher nicht erkennbar. Händler werden sich daher heute wohl wieder verstärkt den Daten vom US-Ölmarkt zuwenden und von diesem könnten wieder preisdrückenden Impulse kommen.

Für Heizölverbraucher bedeutet dies, dass man zurzeit mit einer Heizölbestellung warten sollte. Auch Verbraucher die bald Heizöl benötigen, sollten sich die weitere Preisentwicklung zumindest bis zum Wochenende anschauen, denn die Chance auf eine Abwärtskorrektur ist zurzeit recht hoch. Heizölverbraucher, die einen gut gefüllten Tank haben, können im Jahresverlauf auf fallende Heizölpreise setzen, sollten dabei aber eine gewisse Risikobereitschaft und Geduld mitbringen.

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