Heizölpreise drehen wieder leicht nach oben

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Nach den Preisrückgängen der Vortage haben die Heizölpreise auf den heutigen Donnerstag wieder den zweiten Tag in Folge leicht zugelegt. Im Gegensatz zu gestern sorgten heute die deutlich gestiegenen Ölpreise für Preisauftrieb, der €uro brachte hingegen preisdämpfende Impulse, weil er spürbar gegen die Ölwährung Dollar zulegen konnte. Unterm Strich kletterten die Heizölpreise im bundesweiten Durchschnitt um gut 0,2 Cent/Liter, so dass eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl aktuell 72,49 €uro/100 Liter kostet.

Bei der Betrachtung der regionalen Preisentwicklung waren heute in den meisten Bundesländern leichte Preisanstiege zu verzeichnen. In Nordrhein-Westfalen gaben die Heizölpreise jedoch um gut 0,1 Cent/Liter nach und in Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein hielten Preise das Vortagesniveau. Mit gut 0,8 Cent/Liter waren die kräftigsten Preisanstiege heute in Baden-Württemberg und Bayern zu verzeichnen, gefolgt vom Saarland und Sachsen-Anhalt, wo die Preise für Heizöl um 0,6 Cent/Liter anzogen.

 

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Heizölpreise - Prognose und Empfehlung

Die Ankündigung von OPEC-Leader Saudi-Arabien und Russland, die seit eineinhalb Jahren bestehende Förderkürzung zu lockern, umso das Angebot auf dem Weltölmarkt zu erhöhen, hat zu einem Ende des zuvor seit drei Monaten anhaltenden Höhenflugs der Ölpreise geführt. Viele Heizölverbraucher setzten nun sogar darauf, dass die Preise am Rohöl- und Heizölmarkt im Sommer eine spürbare Abwärtskorrektur erfahren.

Ob es bei der nächsten OPEC-Sitzung am 22. Juni jedoch tatsächlich zu einem Beschluss zur Lockerung der aktuellen Förderobergrenzen kommt ist noch fraglich. Viele Marktbeobachter halten es für wahrscheinlich, dass die OPEC keinen Schritt unternehmen wird, der die Ölpreise deutlich fallen lässt. Das Ölkartell könnte höchstens dafür sorgen, dass die Ölnotierungen nicht weiter steigen. Dementsprechend legten die Ölpreise am gestrigen Handelstag auch schon wieder zu.

Neben den vergleichsweise hohen Ölpreisen haben Heizölverbraucher zurzeit jedoch noch ein anderes Sorgenkind. Innerhalb von sechs Wochen hat der €uro rund sieben Prozent an Wert gegen die Ölwährung Dollar verloren, was die Heizölpreise indirekt steigen lässt. Zwar kam es gestern zu einer Erholung des €uro, aber die Regierungskrise in Italien ist noch nicht überwunden.

Insgesamt sieht es am Heizölmarkt noch nicht nach einer Trendwende aus, was im Sommer eher auf stabile Preise hindeutet. Das Risiko für eine deutlich teurer werdende Heizölbestellung ist zuletzt jedoch gesunken, was auch den Handlungsdruck verringert. Besonders in den verbrauchsarmen Sommermonaten können sich Heizölkunden daher einfach mal zurücklehnen und zumindest die Entwicklungen bis zum OPEC-Meeting abwarten.

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