Heizölpreise drehen vorerst nach oben

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Nachdem die Rohöl- und Gasölnotierungen gestern ohne ersichtlichen Grund angezogen waren und auch der €uro gegen die Ölwährung Dollar deutlich an Wert verloren hatte, legten die Heizölpreise auf den heutigen Donnerstag ebenfalls spürbar zu. So war im bundesweiten Durchschnitt ein Anstieg von 1,3 Cent/Liter zu verzeichnen, der eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl auf 66,19 €uro/100 Liter klettern ließ. Aktuell sieht es jedoch so aus als könnte der Preisanstieg nur ein kurzes Strohfeuer sein, denn heute Morgen gingen die Ölpreise schon wieder zurück.

Bei der Betrachtung der regionalen Preisentwicklungen zeigte sich heute ein differenziertes Bild. So gaben die Heizölpreise in Brandenburg und Berlin minimal nach und in Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen waren nur leichte Preisanstiege von maximal 0,4 Cent/Liter zu verzeichnen. Dementgegen kletterten die Heizölpreise in Bayern um kräftige 3,1 Cent/Liter und auch in Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz waren deutliche Preisaufschläge zwischen 1,2 und 2,5 Cent/Liter feststellbar.

Auffällig hoch bleiben die Heizölpreise zurzeit in Bayern, Sachsen und Thüringen, denn dort sind zum Teil Preisaufschläge von über 20 Prozent zu verzeichnen. Auch in Baden-Württemberg, Niedersachsen und dem Saarland liegen die Heizölpreise über dem üblichen Preislevel, doch hier sind die Aufschläge weniger deutlich und es hatten sich zuletzt auch Preisverbesserungen ergeben.

Heizölpreise - Prognose und Empfehlung

Am Ölmarkt ist es in den vergangenen Tagen immer wieder zu teilweise deutlichen Preisschwankungen gekommen. Einerseits befinden sich die Ölpreise auf einem unerwartet niedrigen Stand, so dass eine Erholung fast schon überfällig erscheint und daher unterschwellig auch in der Luft liegt. Auf der anderen Seite drücken Sorgen vor politischen Unsicherheiten und schlechte Konjunkturdaten auf die Ölpreise. Darüber hinaus werden die Ölpreise stark durch die schlechte Stimmung an den Aktienmärkten belastet.

Für Heizölverbraucher bedeutet dies, dass es zurzeit risikoreicher wird auf weiter fallende Heizölpreise zu spekulieren. Zwar besteht weiterhin eine gute Chance, dass die Heizölpreise weiter nachgeben, auch weil am heimischen Heizölmarkt noch in vielen Regionen logistikbedingte Preisaufschläge zurückgenommen werden können. Doch wer auf weiter fallende Heizölpreise spekuliert, sollte die Entwicklungen eng verfolgen, denn die letzten Tage haben gezeigt, dass die Ölpreise schnell und stark ansteigen können, sobald sich die Stimmung an den Börsen aufhellt.

Heizölkunden, die weniger spekulationsfreudig eingestellt sind, können sich aktuell auch in vielen Regionen zum besten Kaufzeitpunkt der vergangenen acht Monate Ruhe verschaffen. Dabei sollte zurzeit ein Auge auf die Lieferfristen geworfen werden, denn wer jetzt zu den günstigsten Konditionen Heizöl bestellt, kann voraussichtlich erst Mitte Februar beliefert werden.

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