Heizölpreise bewegen sich auf 80 Cent-Marke zu

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Die Stimmung am Ölmarkt hat wieder gedreht. Die Sorgen der Händler vor einer schwächeren Nachfrage werden zurzeit durch die Risiken einer Angebotsknappheit überlagert, was die Ölpreise wieder steigen lässt. Dementsprechend sind auch die Heizölpreise auf den heutigen Mittwoch deutlich gestiegen und verzeichneten im bundesweiten Durchschnitt ein Plus von 0,9 Cent/Liter. Eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl kostet somit aktuell 79,33 €uro/100 Liter, was gleichdeutend mit dem höchsten Stand seit knapp vier Jahren ist.

Bei der regionalen Betrachtung der Preisentwicklung waren heute in fast allen Bundesländern flächendeckende Preisanstiege feststellbar. Lediglich im Saarland gaben die Heizölpreise am Morgen um 0,6 Cent/Liter nach, was sich aber wohl im weiteren Tagesverlauf auch noch ändern wird. In allen anderen Bundesländern zogen die Heizölpreise zwischen moderaten 0,5 und kräftigen 1,5 Cent/Liter an. Dabei entfielen die geringsten Preiserhöhungen auf Baden-Württemberg, Bayern, Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Die deutlichsten Preisanstiege waren hingegen in Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Thüringen feststellbar.

 

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Heizölpreise - Prognose und Empfehlung

Nachdem die Heizölpreise in der vergangenen Woche durch den Großbrand in der Raffinerie Vohburg und anhaltendem Niedrigwasser auf wichtigen Schifffahrtsrouten kräftig nach oben getrieben wurden, sorgen aktuell die Vorgaben vom Rohölmarkt dafür, dass die Heizölpreise weiter klettern.

Die Sorge vor Angebotsengpässen am Weltölmarkt, die sich als Folge der US-Sanktionen gegen den iranischen Energiesektor ergeben könnten, lassen die Ölpreise zurzeit wieder steigen. Zwar werden am Ölmarkt auch Nachfragerisiken durch den US-Handelsstreit mit China gesehen, doch zurzeit zeigt sich die globale Nachfrage nach Ölprodukten sehr stabil. Daher rückt wieder die Angebotsfrage in den Fokus und weil auch die Stimmung an den Finanzmärkten besser ist, ziehen die Ölpreise wieder an und könnten in der kalten Jahreszeit auch deutlich über die 80-Dollar-Marke klettern.

Für Heizölverbraucher fallen die Aussichten für die kommenden Herbst- und Wintermonate daher wenig freundlich aus. Auch die kurzfristigen Aussichten haben sich zuletzt wieder eingetrübt. Zudem hat sich die Transport- und Versorgungslage am heimischen Heizölmarkt zwar wieder normalisiert, doch es bleibt unklar in wieweit die damit einhergegangen Preisaufschläge zurückgenommen werden können.

Auch wenn die Heizölpreise aktuell auf ein neues 4-Jahres-Hoch geklettert sind, sieht es bei der derzeitigen Marktlage nicht so aus, dass es sich lohnen könnte auf fallende Heizölpreise zu spekulieren. Wer in den kommenden Monaten Heizöl braucht und sich im Winter nicht über weiter gestiegene Preise ärgern will, der sollte sich jetzt mit einer Heizölbestellung Ruhe verschaffen.

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