Heizölpreise auf Monatstief gesunken

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

In der ersten Wochenhälfte haben die Heizölpreise insgesamt weiter nachgegeben, so dass eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl aktuell 72,81 €uro/100 Liter und damit so wenig wie seit Anfang April kostet. Der Rückgang der heimischen Heizölpreise ist zuletzt kräftiger ausgefallen als es die Preise am Weltölmarkt hergegeben hätten, was darauf zurückzuführen ist, dass die Heizölnachfrage zurzeit niedrig ist.

Bei der Betrachtung der regionalen Preisentwicklungen zeigte sich zur Wochenmitte ein sehr einheitliches Bild mit flächendeckenden Preisrückgängen in alle Bundesländern. Dabei waren die mit Abstand kleinsten Preisnachlässe in Höhe von 0,2 Cent/Liter in Sachsen und Thüringen zu verzeichnen. Die kräftigsten Preisrückgänge entfielen hingegen mit 0,7 bis 0,9 Cent/Liter auf Brandenburg, Berlin, Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen und das Saarland.

 

 

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Heizölpreise - Prognose und Empfehlung

Die Preise am Ölmarkt wurden zum Beginn der aktuellen Handelswoche durch die überraschende Eskalation im Handelsstreit zwischen den USA und China bestimmt. So hatte die US-Regierung angekündigt die Strafzölle auf chinesische Importe doch zu erhöhen, weil sie mit dem Verlauf der Handelsgespräche unzufrieden seien. Dies traf die Börsen wie ein Schlag, denn zuvor hatten die beiden Konfliktparteien stets bekräftigt kurz vor einer Lösung zu stehen. In der Folge zogen sich Händler aus riskanteren Anlagen wie Rohöl zurück und die Preise gaben nach.

Spekuliert wird darüber, ob die überraschende Kehrtwende im Handelsstreit mit der amerikanischen Iran-Politik zusammenhängen könnte, denn China will an seinen Ölimporten aus dem Iran festhalten, was den USA ein Dorn im Auge sein könnte. Die jüngsten Entwicklungen im Iran sind auch der Grund dafür, dass die Ölpreise insgesamt nur leicht zurückgegangen sind, denn die dortigen Vorgänge haben das Potential die Ölnotierungen spürbar steigen zu lassen. Aufgrund des sehr hohen politischen und wirtschaftlichen Drucks der USA, gab der iranische Präsident heute Morgen einen Teilausstieg aus dem Atomabkommen bekannt. Gleichzeitig drohte der Iran, die für den Öltransport sehr wichtige Seestraße von Hormus zu blockieren, woraufhin die USA einen Flugzeugträger in den Mittleren Osten verlegt haben.

Für Heizölverbraucher ist die die aktuelle Situation schwer einschätzbar, weil die weitere Entwicklung der Ölpreise aktuell nicht von der fundamentalen Marktlage abhängt sondern ganz massiv durch politische Entscheidungen geprägt sein wird. Wer gerne spekuliert oder auf absehbare Zeit kein Heizöl benötigt, der kann weiter abwarten und sich die politischen Entwicklungen anschauen. Wer jedoch weniger spekulationsfreudig eingestellt ist, der macht mit einer weitsichtigen Heizölbestellung für den nächsten Winter derzeit wohl keinen Fehler.

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