Heizölpreise auf 6-Wochen-Tief

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Obwohl die Ölpreise in dieser Woche, je nach dominierender Nachrichtenlage, spürbar geschwankt sind, haben sich die Vorgaben für die heimische Heizölpreise unterm Strich kaum verändert. So befinden sich die Rohöl- und Gasölpreise am heutigen Freitagmorgen fast auf dem gleichen Stand wie vor einer Woche und der €uro hat leicht zugelegt.

Die Heizölpreise sind im Verlauf der Woche hingegen um deutliche 2,1 Cent/Liter bzw. knapp drei Prozent gesunken, was auch auf die aktuell niedrige Nachfrage auf dem heimischen Heizölmarkt zurückzuführen ist. Auch zum Wochenausklang gaben die Heizölpreise im bundesweiten Durchschnitt um weitere 0,2 Cent/Liter nach, so dass sich eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl mit 71,61 €uro/100 Liter aktuell auf einem 6-Wochen-Tief befindet.

Bei der Betrachtung der regionalen Preisentwicklungen zeigte sich heute ein differenziertes Bild. So blieben die Heizölpreise in sechs Bundesländern unverändert, in drei Bundesländern waren Preisanstiege zu verzeichnen und in sechs gingen die Heizölpreise zurück. Die kräftigsten Preisnachlässe waren mit 0,4 bis 0,6 Cent/Liter in Bayern, Sachsen und Thüringen feststellbar. Die Preisanstiege in Höhe von 0,2 bis 0,4 Cent/Liter entfielen hingegen auf Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland.

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Heizölpreise - Prognose und Empfehlung

Am Ölmarkt haben sich die beiden wichtigsten und gegeneinander wirkenden Faktoren „Handelsstreit USA-China“ und „politischer Konflikt USA-Iran“ insgesamt ausgeglichen. Damit haben sich die Ölpreise anders als die grundsätzlich, eingetrübte Stimmung an den Börsen entwickelt, denn die Aktienmärkte hatten in dieser Woche mit einem starken Rückgang auf die überraschende Eskalation im Handelsstreit zwischen den USA und China reagiert.

Eine Prognose zur weiteren Entwicklung der Rohöl-, Gasöl- und Heizölpreise ist aktuell schwer abzugeben, da zurzeit viele unterschiedliche Faktoren wirken. Hierzulande könnte die schwache Heizölnachfrage z.B. für weiter sinkende Heizölpreise sorgen. Am internationalen Ölmarkt ist die Lage allerdings risikoreicher, weil die weitere Entwicklung der Ölpreise nicht von der fundamentalen Marktlage abhängt sondern ganz massiv durch politische Entscheidungen geprägt sein wird. Aktuell halten sich alle Faktoren noch die Waage, aber dies kann sich am hoch spekulativen Ölmarkt schnell ändern.

Für Heizölverbraucher ist die die aktuelle Situation daher schwer zu bewerten. Obwohl die Heizölpreise in dieser Woche spürbar gesunken sind und man in der Regel nicht gegen den Trend wetten sollte, so schätzen wir das Risiko für steigende Heizölpreise zurzeit höher ein als die Chance auf weiter fallende Preise. Daher kann man aktuell von einem attraktiven Kaufzeitpunkt sprechen, zu dem man auch eine weitsichtigen Heizölbestellung für den nächsten Winter in Betracht ziehen sollte. Wer spekulationsfreudig eingstellt ist und abwarten möchte, der sollte unbedingt die weiteren politischen Entwicklungen eng verfolgen, um nicht von einem plötzlichen Preisanstieg überrascht zu werden.

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