Heizölpreise überschreiten 80 Cent-Schwelle

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Im September sind die Heizölpreise um rund sechs Prozent gestiegen und zum Oktoberbeginn hat sich der Preisanstieg weiter fortgesetzt. So haben die Preise für eine 2.000 Liter Heizölbestellung bereits am Wochenende die 80 Cent-Hürde überschritten und zum heutigen Wochenstart ging es noch weiter nach oben. Insgesamt kletterten die Heizölpreise um weitere 1,2 Cent/Liter, so dass eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl aktuell 80,91 €uro/100 Liter kostet.

Bei der regionalen Betrachtung der Preisentwicklung zeigte sich heute erneut ein recht einheitliches Bild mit Preisanstiegen in allen Bundesländern. Dabei lag auch die Höhe der Preisanstiege mit 1,0 bis 1,4 Cent/Liter in den meisten Bundesländern auf einem ähnlichen Niveau. Ausreißer nach oben war das Saarland, wo die Heizölpreise um kräftige zwei Cent je Liter zulegten. In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen legten die Heizölpreise hingegen nur um leichte 0,1 bis 0,5 Cent/Liter zu.

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Heizölpreise - Prognose und Empfehlung

Auch wenn die Heizölpreise zurzeit auf dem höchsten Stand seit über vier Jahren stehen und der Kaufzeitpunkt daher als wenig attraktiv empfunden wird, so sollten sich Heizölverbraucher zumindest mit der Bestellung einer Teilmenge etwas Ruhe für den Winter verschaffen.

Weiterhin fallen die Aussichten für die Herbst- und Wintermonate wenig verbraucherfreundlich aus, denn es besteht die Gefahr, dass es zu Angebotsengpässen am Weltölmarkt kommen wird, wenn ab November die US-Sanktionen gegen den iranischen Energiesektor in Kraft treten. Hinzu kommt, dass die Nachfrage auf dem heimischen Heizölmarkt zurzeit sehr hoch ist und dass einige inländische Faktoren, wie z.B. Raffinerieausfälle, die Heizölpreise ebenfalls stützen.

Insgesamt müssen sich Heizölverbraucher daher wieder an Preise gewöhnen, die vor vier Jahren als normal bezeichnet wurden. Die Phase der Ölschwemme, in der die OPEC mit einem Überangebot an Rohöl versucht hat die US-Schieferölförderung aus dem Markt zu drängen und dadurch einen massiven Verfall der Ölpreise ausgelöst hatte, ist vorbei. Als Gewinner der Auseinandersetzung kann zwar die US-Schieferölindustrie ausgemacht werden, die sich als preisrobuster herausgestellt hat als angenommen wurde. Der Preis dafür ist jedoch, dass sich die Zusammenarbeit zwischen der OPEC und Russland deutlich verstärkt hat.

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