Höhenflug der Heizölpreise hält weiter an

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Der Oktober beginnt für Heizölkunden wie der September aufgehört hat, mit kräftigen Preisanstiegen. So sind die Heizölpreise in den vergangenen zehn Tagen um 6,2 Cent/Liter bzw. rund acht Prozent gestiegen. Auch auf den heutigen Dienstag kletterten die Heizölpreise im bundesweiten Durchschnitt um deutliche 1,7 Cent/Liter. Eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl kostet somit aktuell 82,57 €uro/100 Liter und ist somit so teuer wie seit gut vier Jahren nicht mehr.

Bei der regionalen Betrachtung der Preisentwicklung waren heute flächendeckende Preisanstiege in allen Bundesländern zu verzeichnen. Am kräftigsten zogen dabei die Heizölpreise mit 2,2 bis 2,5 Cent/Liter in Bayern, Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein an. Die geringsten Preiserhöhungen entfielen am Morgen mit rund 0,8 Cent/Liter auf Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt, gefolgt von Brandenburg, Berlin und Hessen, wo die Preise für Heizöl um 1,2 Cent/Liter zulegten.

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Heizölpreise - Prognose und Empfehlung

Auch wenn die Heizölpreise zurzeit auf dem höchsten Stand seit über vier Jahren stehen und der Kaufzeitpunkt daher als wenig attraktiv empfunden wird, so sollten sich Heizölverbraucher zumindest mit der Bestellung einer Teilmenge etwas Ruhe für den Winter verschaffen.

Weiterhin fallen die Aussichten für die Herbst- und Wintermonate wenig verbraucherfreundlich aus, denn es besteht die Gefahr, dass es zu Angebotsengpässen am Weltölmarkt kommen wird, wenn ab November die US-Sanktionen gegen den iranischen Energiesektor in Kraft treten. Hinzu kommt, dass die Nachfrage auf dem heimischen Heizölmarkt zurzeit sehr hoch ist und dass einige inländische Faktoren, wie z.B. Raffinerieausfälle, die Heizölpreise ebenfalls stützen.

Insgesamt müssen sich Heizölverbraucher daher wieder an Preise gewöhnen, die vor vier Jahren als normal bezeichnet wurden. Die Phase der Ölschwemme, in der die OPEC mit einem Überangebot an Rohöl versucht hat die US-Schieferölförderung aus dem Markt zu drängen und dadurch einen massiven Verfall der Ölpreise ausgelöst hatte, ist vorbei. Als Gewinner der Auseinandersetzung kann zwar die US-Schieferölindustrie ausgemacht werden, die sich als preisrobuster herausgestellt hat als angenommen wurde. Der Preis dafür ist jedoch, dass sich die Zusammenarbeit zwischen der OPEC und Russland deutlich verstärkt hat.

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