Aufwärtstrend der Heizölpreise wird steiler

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Die Heizölpreise sind auf den heutigen Mittwoch um deutliche 0,9 Cent/Liter gestiegen. Damit hat der Aufwärtstrend der Heizölpreise in der ersten Wochenhälfte massiv an Fahrt aufgenommen und die Preiskurve zeigt mit einem Plus von insgesamt 2,5 Cent/Liter steil nach oben. Aktuell kostet eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl in bundesweiten Durchschnitt 70,90 €uro/100 Liter und ist somit so teuer wie zuletzt im November 2014.

Bei der Betrachtung der regionalen Preisentwicklung zeigte sich heute ein einheitliches Bild mit flächendeckenden Preisanstiegen in allen Bundesländern. Dabei zogen die Heizölpreise mit 0,9 bis 1,1 Cent/Liter am kräftigsten in Brandenburg, Berlin, Baden-Württemberg, Bayern, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen an. Die geringsten Preisanstiege waren hingegen mit 0,7 Cent/Liter in Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland feststellbar.

 

 

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Heizölpreise - Prognose und Empfehlung

Die Aussichten auf fallende Heizölpreise haben sich am gestrigen Handelstag deutlich verschlechtert. Viele Marktbeobachter und Verbraucher hatten nach dem massiven Anstieg der Ölpreise im bisherigen Jahresverlauf auf eine Abwärtskorrektur im Sommer gesetzt, doch dies ist durch die gestrige Entscheidung des US-Präsidenten zur weiteren Iran-Politik der USA sehr viel unwahrscheinlicher geworden.

So hatte Trump gestern angekündigt in Zukunft einen härteren Kurs gegen den Iran fahren zu wollen. Dies bedeutet, dass die USA aus dem Atomabkommen mit dem Iran aussteigen und die zuvor ausgesetzten Wirtschaftssanktionen wieder aufnehmen. Dieser Schritt könnte nun zu einem Rückgang des Ölangebotes auf dem Weltmarkt führen und den Nahen Osten insgesamt destabilisieren, wo in etwa ein Drittel des weltweiten Ölbedarfs gefördert wird.

Trotz der Entscheidung der USA könnten Engpässe am Ölmarkt jedoch vermieden werden. Staaten, die nicht aus dem Atomabkommen aussteigen wollen, könnten weiterhin Rohöl aus dem Iran beziehen und auch die US-Ölförderung steigt stetig an. Außerdem könnte Saudi-Arabien seine Ölförderung hochfahren und somit die Ölpreise stabilisieren. Dies scheint zurzeit auch realistisch zu sein, sozusagen als Gegenleistung dafür, dass die USA einen harten Kurs gegen den saudischen Erzrivale einschlagen. Dennoch bewegen sich Ölpreise zurzeit erstmal klar in Richtung 80 Dollar/Barrel.

Für die heimischen Heizölverbraucher bedeutet dies, dass man sich im weiteren Jahresverlauf wohl insgesamt auf ein höheres Preislevel für Heizöl einstellen muss. Konnte man im ersten Quartal noch davon ausgehen, dass man Heizöl im Jahresverlauf für unter 60 Cent/Liter bestellen kann, so muss man sich für die kommenden Monate wohl an das aktuelle Preisniveau von rund 70 Cent/Liter gewöhnen. Weitere Preisanstiege sind zudem nicht unwahrscheinlich.

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