Abwärtskorrektur der Heizölpreise beendet?!

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Zur Wochenmitte haben sich die Heizölpreise stabilisiert und sind zum ersten Mal seit über zwei Wochen im bundesweiten Durchschnitt wieder um minimale 0,1 Cent/Liter gestiegen. Eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl kostet somit aktuell 75,63 €uro/100 Liter und steht somit nur knapp über dem tiefsten Stand seit drei Monaten.

Nachdem die Heizölpreise im zurückliegenden Monat um sehr kräftige 22 Prozent gesunken sind, scheint sich nun ein Ende der Abwärtskorrektur abzuzeichnen. Somit hat sich aktuell nicht nur der beste Kaufzeitpunkt der vergangenen drei Monate eingestellt, auch mit Blick in die Zukunft kann man zurzeit von einem empfehlenswerten Zeitpunkt für eine Heizölbestellung sprechen.

Bei der Betrachtung der regionalen Preisentwicklungen zeigte sich am heutigen Mittwoch bereits ein ganz unterschiedliches Bild in den einzelnen Bundesländern. So gingen die Heizölpreise in sieben Bundesländern nochmal zum Teil deutlich zurück, während in neun Bundesländern teilweise bereits kräftige Preiserhöhungen zu verzeichnen waren. Mit Abstand am stärksten zogen die Heizölpreise heute in Niedersachsen an, gefolgt von Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein. Dementgegen gaben die Heizölpreise in Brandenburg, Berlin und Bayern im 0,9 bis 1,0 Cent/Liter nach.

 

 

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Heizölpreise - Prognose und Empfehlung

Nachdem die Rohölsorte-BRENT zum Wochenstart unter 60 Dollar/Barrel gefallen war, setzte an den Börsen eine Gegenbewegung ein. Mit der 60 Dollar-Marke scheint somit eine Widerstandlinie gefunden zu sein, die wohl nicht nachhaltig unterschritten wird. Insgesamt mehren sich zudem Stimmen, die davon ausgehen, dass die Ölpreise zurzeit unterbewertet sind und die OPEC wird in der kommenden Woche wohl für preisstützende Impulse am Weltölmarkt sorgen. Heizölverbraucher sollten daher nicht mehr mit weiter fallenden Ölpreisen rechnen.

Am Binnenmarkt ist zudem keine weitere Verbesserung bei den Transportproblemen in Sicht. Insgesamt hat sich der Heizölhandel in den vergangenen Wochen so gut wie möglich auf die aktuelle Logistiksituation eingestellt und einen Großteil der Transportaufschläge zurückgenommen. Zwar weisen die Heizölpreise in manchen Regionen immer noch ein großes Abwärtspotential auf, doch dieses wird sich wohl bis ins nächste Jahr hinein, aufgrund des anhaltenden Niedrigwassers entlang des Rheins und fehlenden günstigen Transportalternativen, vorerst nicht weiter heben lassen.

Heizölverbraucher, die mit ihrem Heizölvorrat noch bis zum Ende des Winters auskommen, können zurzeit zwar auf sinkende Heizölpreise spekulieren, sollten dann aber die Entwicklungen am Ölmarkt eng verfolgen. Denn wer weiß schon was in den kommenden drei bis vier Monaten am hochspekulativen Ölmarkt passieren wird. Mit hoher Wahrscheinlichkeit werden die Ölpreise, nach ihrem jüngsten rasanten Preissturz, in diesem Zeitraum eher steigen als fallen. Dies könnte dazu führen, dass eine Rücknahme der aktuellen Logistikaufschläge im Binnenmarkt durch steigende Ölpreise egalisiert wird.

Insgesamt finden Heizölverbraucher daher zurzeit einen guten Bestellzeitpunkt vor. Nach der jüngsten Abwärtskorrektur am Heizölmarkt von rund 22 Prozent, sind bis zum Jahresende kaum noch Spielräume für weitere Preisrückgänge vorhanden. Vor allem Kunden, die in den kommenden kalten Monaten noch Heizöl benötigen, empfehlen wir jetzt den aktuellen Preiseinbruch für eine Heizölbestellung zu nutzen und sich für den Winter Ruhe zu verschaffen. In dem Zusammenhang sollte auch bedacht werden, dass für kürzere Lieferfristen teilweise hohe Preisaufschläge gezahlt werden müssen, die einen möglichen Preisrückgang wettmachen können.

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