US-Präsidentenwahl lässt Heizölpreise fallen

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Auf den heutigen Mittwoch sind die Heizölpreise kräftig gesunken. Insgesamt war im bundesweiten Durchschnitt ein Rückgang in Höhe von 1,0 Cent/Liter zu verzeichnen. Eine Bestellmenge von 2.000 Litern Heizöl, kostet somit im Mittel aktuell 51,35 €uro pro 100 Liter Heizöl. Bei der regionalen Betrachtung der Heizölpreise waren heute fast in allen Bundesländern spürbare Preisrückgänge zu verzeichnen. Lediglich in Bayern und dem Saarland verharrten die Heizölpreise auf dem Vortagesniveau. In allen anderen Bundesländern gaben die Heizölpreise nach und hierbei mit rund 1,4 Cent/Liter am deutlichsten in Brandenburg, Berlin, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Thüringen.

Entwicklungen am Ölmarkt

Nach dem überraschenden Brexit-Votum in Großbritannien, hat sich erneut eine unangenehme Überraschung bei einer wichtigen Wahl ergeben. Der US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump hat die Wahl für sich entscheiden und ist neuer Präsident der USA. In den frühen Morgenstunden konnte der republikanische Kandidat wichtige Schlüsselstaaten, wie Florida, North Carolina und Ohio für sich gewinnen. Offensichtlich gab es wohl mehr Trump-Anhänger in diesen Staaten als gedacht, die im Vorfeld nicht offen zu dem umstrittenen Republikaner standen.

Die Ölpreise reagierten mit einer Abwärtsbewegung auf den Wahlsieg von Donald Trump. Am Dienstag hatten sie sich zunächst kaum verändert, heute Morgen im frühen Handel gaben die Ölnotierungen dann jedoch spürbar nach. Als Grund für den Preisdruck gaben Händler an, dass der Wahlsieg von Trump für Unsicherheit stehe und man sich daher zurzeit aus riskanteren Anlagen, wie den Rohölpreisen zurückziehe. In der Folge gab die US-Ölsorte WTI um einen Dollar je Barrel nach und stand am heutigen Mittwochmorgen bei 44,1 Dollar/Barrel. Die europäische Ölsorte BRENT wurde am Morgen bei 45,2 Dollar je Barrel gehandelt und hatte zuvor um rund 0,7 $/b nachgegeben.

Abgesehen von den Wahlen in den USA werden die Ölpreise auch weiterhin, durch das mögliche Scheitern der OPEC bei der Festlegung auf eine verbindliche Förderobergrenze unter Druck gesetzt. Zudem erwarten Analysten, dass sich die US-Öllager in der vergangenen Woche erneut deutlich erhöht haben werden. Die offiziellen US-Öllagerdaten werden heute durch das DOE veröffentlicht und könnten die Ölpreise weiter fallen lassen.

Aussicht und Empfehlungen

Die Nachfrage am heimischen Heizölmarkt zeigt sich in den letzten Tagen spürbar belebt. Viele Verbraucher nutzen den jüngsten Preisrückgang um, bei dem nun auch spürbar beginnenden Winter, Heizöl zu bestellen. Der Kaufzeitpunkt ist aktuell auch gut. Wie bereits seit einigen Tagen angedeutet, könnten die Heizölpreise in den kommenden Tagen aber auch weiter fallen. Besonders nach den jüngsten Ereignissen in den USA kann es sich nun wieder mehr lohnen auf sinkende Heizölpreise zu spekulieren. Wir raten daher dazu die Preisentwicklung eng zu verfolgen um bei anziehenden Heizölpreisen schnell reagieren zu können.

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