Minimaler Anstieg der Heizölpreise

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Zum Wochenschluss stiegen die Heizölpreise im bundesweiten Durchschnitt um knapp 0,1 Cent je Liter an. Auch regional kletterten die Heizölpreise in den meisten Bundesländern. In vier Bundesländern blieben die Heizölpreise hingegen konstant und in drei Bundesländern gaben sie sogar nach. Die Preisrückgänge entfielen mit einer Höhe von 0,3 bis 0,4 ct/l auf Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland. Konstant blieben die Heizölpreise in Bremen, Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein. Die deutlichsten Preisanstiege waren mit 0,4 bis 0,5 ct/l Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt feststellbar.

Gestern gab es kaum nennenswerte Meldungen für den Rohölmarkt. Weiterhin ist der Weltölmarkt überversorgt, denn das Angebot wird durch weiter steigende Fördermengen der wichtigen Ölexportländer hoch gehalten und die globale Nachfrage schwächelt aufgrund von mäßigen Konjunkturaussichten. Lediglich die jüngsten Wirtschaftsdaten aus den USA konnten überzeugen. Die Zahlen aus der Eurozone fielen hingegen eher negativ aus. Auch aus diesem Grund will EZB-Chef Draghi die bereits sehr lockere Geldpolitik in der EU noch ausweiten. Ob dieser Schritt der Wirtschaft insgesamt oder nur einigen Börsenakteuren hilft, bleibt hierbei offen. Klar ist jedoch, dass weitere Maßnahmen der EZB den €uro weiter unter Druck setzen werden. Dieser fiel gestern das erste Mal seit rund neun Jahren unter die 1,18 $/€ Marke. Am Rohölmarkt gab die europäische Leitsorte BRENT auf den heutigen Freitag um minimale 0,1 $/b und notierte am Morgen bei 51,3 Dollar je Barrel.

Obwohl sich die Rohölpreise zuletzt etwas stabiler zeigten, bleibt die Stimmung am Ölmarkt weiterhin gedrückt. Daher kann in der kommenden Woche wohl mit einem weiteren Rückgang der Heizölpreise gerechnet werden. Wer zurzeit jedoch Heizöl benötigt, der kann sich aktuell über die niedrigsten Heizölpreise seit 6 Jahren freuen. Dementsprechend befindet sich auch die Nachfrage der Verbraucher auf einem hohen Niveau und es kann teilweise auch mal zu längeren Lieferzeiten kommen.

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