Leichte Gegenbewegung bei den Heizölpreisen

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Nach dem kräftigen Preisrückgang von gestern sind die Heizölpreise am heutigen Donnerstag im bundesweiten Durchschnitt um knapp 0,3 Cent/Liter gestiegen. Mit aktuell 51,45 €uro pro 100 Liter Heizöl, befinden sich die Preise der tanke-günstig Partnerhändler aber immer noch auf einem Monatstief. Bei der regionalen Betrachtung der Preisentwicklung zeigte sich heute ein unterschiedliches Bild. Während die Heizölpreise in neun Bundesländern um bis zu 0,8 Cent/Liter kletterten, gaben sie in sechs Bundesländern um bis zu 0,5 Cent/Liter nach. Die deutlichsten Preisrückgänge in Höhe von rund 0,5 Cent/Liter waren bei den tanke-günstig Partnerhändlern in Brandenburg, Berlin und Sachsen-Anhalt zu verzeichnen.

Entwicklungen am Ölmarkt

Die Ölpreise haben am Mittwoch zunächst an die starken Verluste des Vortages angeknüpft. Nach Börsenschluss in Europa kam es dann jedoch zu einer Gegenbewegung zu den deutlichen Kursverlusten seit Wochenbeginn. So zogen die Ölpreise über Nacht spürbar an und legten auch im frühen, europäischen Handel weiter zu. Insgesamt kletterten die Rohöl-Leitsorten BRENT und WTI auf den heutigen Mittwoch jeweils um rund einen Dollar je Barrel. Die Nordsee-Ölsorte BRENT notierte daher am Morgen bei 49 Dollar/Barrel und die US-Ölsorte WTI wurde bei 47,7 Dollar/Barrel gehandelt.

Trotz der Erholung der Ölpreise bleiben die Sorgen vor den wirtschaftlichen Folgen eines Brexits weiterhin präsent und die allgemein Stimmung an den Finanzmärkten eingetrübt. Das die führenden Gesichter der Brexit-Kampagne die politische Bühne zuletzt so schnell wie möglich verlassen haben, hat nicht zur Stabilisierung der Lage beigetragen. Zudem warnte die britische Notenbank in dieser Woche vor einer erheblichen Abschwächung des Wirtschaftswachstums in Großbritannien und vor Gefahren für die dortige Finanzstabilität. Diese Unsicherheit führte an den europäischen Börsen für kräftige Kursverluste und wird in den kommenden Wochen die Volatilität der Aktienkurse und auch der Ölpreise hoch halten.

Tendenziell spricht einiges dafür, dass die Ölnotierungen mittelfristig unter Druck bleiben werden. So führt die Unsicherheit beim Thema Brexit zu einer Abnahme der Risikobereitschaft von Börsenhändlern, was zu Folge hat, dass sich Anleger aus dem hoch spekulativen Ölmarkt zurückziehen und die Ölpreise unter Druck geraten. Außerdem scheint sich die zuletzt rückläufige Angebotslage auf am Weltölmarkt wieder spürbar zu erhöhen, auch weil sich die Exporte in Nigeria und Kanada wieder normalisieren, nachdem es dort in den letzten Wochen zu außerplanmäßigen Produktionsausfällen, durch Waldbrände und Terroranschläge gekommen war. Richtungsweisend werden die heute Nachmittag zur Veröffentlichung anstehenden, offiziellen Öllagerdaten des US-Energieministeriums sein. Bei einem Anstieg der US-Öllager könnten die Rohölpreise bis zum Wochenschluss wieder deutlich nachgeben.

Aussicht und Empfehlungen

An den globalen Aktien- und Rohstoffmärkten sind die Sorgen vor einem Brexit zurückgekehrt, was die Rohölpreise zuletzt unter Druck setzte und die Heizölpreise auf den niedrigsten Stand seit Mitte Mai sinken ließ. Auch wenn heute ein leichter Anstieg der Heizölpreise zu verzeichnen war, so treten die Heizölpreise aktuell in eine interessante Phase ein. Zwar muss man bei der aktuellen Lage an den Börsen mit schwankenden Kursen rechnen, tendenziell sind die Rohölpreise in der letzten Woche aber gesunken und gepaart mit den zurzeit ordentlichen Rabatten der Heizölhändler, könnten die Heizölpreise in den kommenden Tagen wieder großflächig unter 50 Cent/Liter fallen.

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