Kaum Bewegung bei Rohöl- und Heizölpreisen

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Seit Beginn der Woche haben sich die Heizölpreise der tanke-günstig Partnerhändler nur wenig verändert. Nach kleinen Preisanstiegen und -Nachlässen sind die Heizölpreise seit dem Wochenstart im bundesweiten Durchschnitt um 0,3 Cent/Liter gesunken und stehen somit aktuell bei 53,03 €uro pro 100 Liter Heizöl. Bei der regionalen Betrachtung der Preisentwicklung waren in dieser Wochen ebenfalls hauptsächlich Preisrückgänge zu verzeichnen. Lediglich in Baden-Württemberg und dem Saarland waren leichte Preisanstiege in Höhe von 0,1 Cent/Liter feststellbar.  Die kräftigsten Preisrückgänge entfielen hingegen mit 0,8 Cent/Liter auf Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein.

Entwicklungen am Ölmarkt

Die bisherige Handelswoche verlief am Ölmarkt sehr ruhig. Zwar schwankten die Ölpreise rauf und runter, unterm Strich sind seit Montag aber nur geringfügige Veränderungen bei den Ölnotierungen feststellbar. So notierte die US-Rohölsorte WTI am Donnerstagmorgen mit 49,3 Dollar/Barrel fast auf dem gleichen Stand wie am Montagmorgen und auch die Nordsee-Sorte BRENT kletterte seit Wochenbeginn nur um insgesamt einen Dollar je Barrel und wurde am Morgen 50,1 Dollar/Barrel gehandelt. Damit hat BRENT zwar wieder die 50-Dollar-Marke überwunden, nachhaltig konnte die Marke bisher aber nicht gehalten werden.

Heute wird es neue Impulse für den Ölmarkt geben, denn mit den wöchentlichen US-Öllagerdaten des DOE, die aufgrund eines Feiertages einen Tag später veröffentlicht werden als üblich, dem anstehenden OPEC-Meeting und auch dem Treffen des EZB-Rates stehen heute einige wichtige Entscheidungen an, die den Ölmarkt beeinflussen. Bei den meisten Analysten sind die Erwartungen an alle diesen Treffen jedoch nicht sehr hoch, weil nach den Meetings mit einer hohen Wahrscheinlichkeit alles so bleiben wird wie bisher. Diese These untermauerten zuletzt auch Äußerungen des Ölministers der Vereinigten Arabischen Emirate, welcher der Meinung ist, dass der Markt von selbst einen Preis finden wird, der sowohl für die Verbraucher als auch für die Produzenten fair ist. Außerdem wird nach den, im April krachend gescheiterten Gesprächen zwischen wichtigen OPEC-Mitgliedern und Russland über eine Deckelung der Förderung, allgemein nicht mit großen Neuigkeiten vom OPEC-Meeting gerechnet und auch von der EZB werden zurzeit keine weiteren Schritte bei der ohnehin schon sehr expansiven Geldpolitik erwartet.  Wenn es zu keinen Überraschungen kommen sollte, so würde sich dies eher dämpfend auf die Ölpreise auswirken. Da zudem, laut vorläufigen Daten des API, bei den US-Öllagern eine Ende des Rückgangs und eine Stabilisierung der Öllager eintreten könnte, sind auch preisdrückende Impulse von dieser Seite nicht ausgeschlossen.

Aussicht und Empfehlungen

Insgesamt war der Mai ein schlechter Monat für die deutschen Heizölverbraucher, weil die Heizölpreise im Mai um insgesamt knapp sechs Prozent gestiegen sind. Die weitere kurzfristige Entwicklung der Heizölreise hängt von den anstehenden Entscheidungen der OPEC und der EZB sowie den US-Öllagern ab. Da jedoch bei allen drei Impulsgebern nicht mit Neuigkeiten gerechnet wird, schätzen wir die Wahrscheinlichkeit für Preisrückgänge im Juni weiterhin etwas höher ein als die für Preisanstiege. Eine Garantie für Preisnachlässe kann man, besonders bei dem zurzeit wieder stark spekulationsgetriebenen Marktumfeld, allerdings nicht geben. Wer daher aktuell kein Risiko eingehen will oder einfach weniger spekulationsfreudig ist, der muss sich zurzeit aber mit Heizölpreisen begnügen, die in der Nähe des Höchststandes des laufenden Jahres liegen. Im Vergleich zu den zurückliegenden fünf Jahren muss ein Preisniveau von rund 53 Cent/Liter allerdings immer noch als günstig bezeichnet werden.

Zurück