Heizölpreise zur Wochenmitte leicht gestiegen

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Die Heizölpreise bewegen sich in dieser Woche auf und ab. Dementsprechend war auf den heutigen Mittwoch im bundesweiten Durchschnitt ein Preisanstieg von rund 0,2 Cent/Liter zu verzeichnen, nachdem die Heizölpreise gestern um 0,5 Cent/Liter gefallen waren. Damit liegt der gemittelte Heizölpreis der tanke-günstig Partnerhändler, bei einer Bestellung von 2.000 Litern, aktuell bei 47,74 €uro pro 100 Liter Heizöl.

Bei der regionalen Betrachtung zeigt sich auf Mittwoch wieder ein sehr differenziertes Bild. So gaben die Heizölpreise in der einen Hälfte der Bundesländer teilweise deutlich nach während sie in der anderen Hälfte teilweise ebenso deutlich anzogen. Die kräftigsten Preisanstiege waren mit gut 1,1 Cent/Liter in Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland feststellbar. Die größten Preisnachlässe entfielen mit rund 1,0 Cent/Liter auf die tanke-günstig Partnerhändler in Bayern und Mecklenburg-Vorpommern.


Entwicklungen am Ölmarkt

Die Preisentwicklung am Ölmarkt verläuft in dieser Woche zwar schwankend, aber ohne starke Ausbrüche nach oben oder nach unten. Am Dienstag waren die Ölpreise gestiegen, nachdem sie am Montag unter Druck geraten waren. Am heutigen Mittwochmorgen gaben sie nun wieder leicht nach. Insgesamt ging die europäische Leitsorte BRENT auf den heutigen Mittwoch um knapp 1,6 $/b zurück und notierte somit am Morgen bei 45,3 Dollar/Barrel. Die US-Sorte WTI gab mit rund 1,1 $/b etwas weniger nach und wurde am Mittwochmorgen 44,4 Dollar/Barrel gehandelt.

Der gestrige Preisanstieg wurde am Ölmarkt mit wachsenden Angebotsrisiken begründet. So berichtete die Nachrichtenagentur Reuters, dass zwei große Ölunternehmen ihr Personal veranlasst haben das ölreiche Nigerdelta wegen Sicherheitsbedenken zu verlassen. Aufgrund von zahlreichen Angriffen auf die Ölinfrastruktur Nigerias ist die Ölförderung des Landes auf das geringste Niveau seit 22 Jahren gesunken. Hinzu kam die Ungewissheit wie schnell die kanadische Schieferölförderung, bei den immer noch tobenden Waldbränden, wieder auf das normale Level hochgefahren werden kann. Den heute folgenden Preisrückgang erklärten Händler hingegen mit der Aussicht auf weiter steigende Ölreserven in den USA. Die offiziellen Daten wird die US-Regierung heute Nachmittag veröffentlichen. Das dabei von Analysten erwartete neue Rekordhoch bei den US-Rohöllagern könnte sich jedoch in der kommenden Woche relativieren, denn dann könnte sich der Rückgang der kanadischen Ölexporte auf die US-Lagerbestände auswirken.

Neben den US-Öllagern steht zurzeit besonders die US-Ölförderung im Fokus der Händler. Im jüngsten Energy Outlook des US-Energieministeriums geht die Behörde davon aus, dass die Produktion von Rohöl in den USA in diesem Jahr bei durchschnittlich 8,6 Mio. Barrel/Tag liegen soll. Die Förderung im April 2016 soll bei durchschnittlich 9,0 Mio. Barrel/Tag gelegen haben und somit leicht unter der Ölförderung des Vormonats März. Zusammengefasst zeigt der Bericht weiterhin ein recht stabiles Bild der US-Ölförderung. Zudem geht das Ministerium bei diesen Förderprognosen davon aus, dass sich die Preise für die Ölsorten BRENT und WTI in diesem Jahr zwischen 40 und 50 Dollar/Barrel bewegen werden. Sollte der Ölpreis stärker steigen, könnte auch die amerikanische Schieferölförderung wieder zulegen.


Aussicht und Empfehlungen

Seit Anfang Mai haben die Rohöl- und Heizölpreise zwar spürbar nachgegeben, ein massiver Ausverkauf am Ölmarkt blieb nach den massiven Preisanstiegen vom April jedoch aus, weil sich spekulative Anleger weiterhin nicht aus dem Ölmarkt zurückziehen. Da der Weltölmarkt den einen oder anderen Rückgang der Ölförderung zurzeit gut verkraften kann und weiterhin übersorgt bleibt, sprechen die fundamentalen Marktdaten weiterhin für nachgebende Ölpreise. Auch wenn man dies nicht mit absoluter Gewissheit sagen kann, halten wir weitere Preisnachlässe im Mai, besonders nach der übertriebenen Preisrally von Ende April, weiterhin für wahrscheinlicher und raten daher mit einer Heizölbestellung zu warten.

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