Heizölpreise zum Wochenstart minimal gestiegen

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Zum Start der neuen Woche sind die Heizölpreise der tanke-günstig Partnerhändler im bundesweiten Durchschnitt um rund 0,1 Cent/Liter gestiegen und stehen somit aktuell, bei einer Bestellung von 2.000 Litern Heizöl, bei 48,05 €uro pro 100 Liter Heizöl. Bei der regionalen Betrachtung waren auf den heutigen Montag in sechs Bundesländern Preisrückgänge und in zehn Bundesländern Preisanstiege zu verzeichnen. Dabei entfielen die deutlichsten Preisanstiege mit knapp 0,5 Cent/Liter auf Nordrhein-Westfalen. Die kräftigsten Preisnachlässe waren hingegen mit 0,6 Cent/Liter bei den tanke-günstig Partnerhändlern in Bayern feststellbar.


Entwicklungen am Ölmarkt

Die Rohölpreise sind am Freitag und auch am Montag gestiegen. Die Nordsee-Sorte BRENT legte zum Start der neuen Handelswoche um gut 1,2 Dollar/Barrel zu und notierte am Montagmorgen bei 45,8 Dollar/Barrel. Die US-Sorte WTI kletterte sogar um gut 1,5 Dollar/Barrel und wurde am Morgen bei knapp 45,4 Dollar/Barrel gehandelt. Am Devisenmarkt hat sich der €uro-Dollar-Wechselkurs zuletzt stabilisiert. So stand der €uro am Montagmorgen nahezu unverändert bei rund 1,14 Dollar/€uro.

Als Hauptgrund für die jüngsten Preisanstiege am Ölmarkt wurden von Händlern die enormen Waldbrände in der kanadischen Ölregion Alberta genannt. Dort haben sich die Waldbrände mittlerweile auf Fläche in der Größe von Berlin ausgebereitet und können laut Experten bei den aktuellen Wetterbedingungen nicht unter Kontrolle gebracht werden. Die Unsicherheit über die weitere Ausbreitung der Brände hat dazu geführt, dass ein großes Schieferöl-Fördergebiet vorsichtshalber stillgelegt werden musste und somit die kanadische Ölförderung um etwa eine Million Barrel pro Tag zurückgegangen ist, was mehr als einem Drittel der üblichen täglichen Ölproduktion des Landes entspricht. Außerdem stützten laut Händlern Meldungen über einen Wechsel an der Spitze des Ölministeriums in Saudi-Arabien die Preise. Dort hat König Salman am Wochenende den langjährigen und einflussreichen Ölminister Ali al-Naimi entlassen und durch Chaled al-Falih, den Verwaltungsratschef des Ölgiganten Aramco ersetzt. Eine Änderung in der saudischen Ölpolitik wird durch die Regierungsumbildung jedoch nicht erwartet.


Aussicht und Empfehlungen

In den letzten Tagen haben die Rohöl- und Heizölpreise spürbar nachgegeben. Dennoch wollen sich spekulative Anleger weiterhin nicht wirklich aus dem Ölmarkt zurückziehen. Da der Weltölmarkt den Rückgang der kanadischen Ölförderung zurzeit gut vekraften kann, sprechen die fundamentalen Marktdaten weiterhin eher für nachgebende Ölpreise. Mit Gewissheit kann man jedoch nicht von einem anhaltenden Preisrückgang ausgehen. Dennoch halten wir weitere Preisnachlässe im Mai, nach der übertriebenen Preisrally von Ende April, weiterhin für etwas wahrscheinlicher und raten daher mit einer Bestellung zu warten.

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