Heizölpreise zum Wochenstart leicht im Plus

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Nachdem die Heizölpreise in der vergangenen Woche deutlich nachgegeben hatten, legten sie zum heutigen Wochenstart leicht zu. So kletterten die Heizölpreise der tanke-günstig Partnerhändler im bundesweiten Durchschnitt nur um knapp 0,2 Cent/Liter und stehen somit aktuell bei 50,23 €uro pro 100 Liter Heizöl. Bei der regionalen Betrachtung zeigte sich heute ein zweigeteiltes Bild der Preisentwicklungen. In neun Bundesländern zogen die Heizölpreise an und in sieben Bundesländern gaben sie teilweise deutlich nach. Die deutlichsten Preisanstiege entfielen mit rund 0,8 Cent/Liter auf Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und das Saarland. Die kräftigsten Preisrückgänge waren mit gut 0,7 Cent/Liter in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zu verzeichnen.

Entwicklungen am Ölmarkt

Am Freitag haben die Ölpreise zugelegt, nachdem die Ölwährung Dollar, aufgrund von schwachen US-Arbeitsmarktzahlen, unter Druck geraten war. Heute Morgen gaben die Rohölpreise jedoch schon wieder leicht nach. Dennoch verzeichnete die europäische Ölsorte BRENT zwischen Freitag- und Montagmorgen einen spürbaren Anstieg um 1,2 $/b und notierte somit heute Morgen bei 46,9 Dollar/Barrel. Die US-Ölsorte WTI zog ebenfalls um 1,0 $/b an und wurde am Montagmorgen bei 44,4 Dollar/Barrel gehandelt.

Obwohl kaum ein Marktbeobachter davon ausgeht, dass sich die OPEC zusammen mit Russland auf eine Förderobergrenze einigen wird, bleibt das für Ende September geplante Meeting der OPEC das wichtigste Thema am Ölmarkt. Am Wochenende hatte Russlands Präsident Putin zwar gesagt, dass eine Förderbegrenzung aus ökonomischer Sicht sinnvoll wäre, allerdings wird mit dem Ölpreis häufig auch Politik gemacht, weshalb der russische Energieminister wohl am Freitag auch äußerte, dass er nicht an eine Einigung mit der OPEC glaube. So kann sich Russland eine Förderobergrenze vorstellen, bei welcher der Iran ausgeklammert wird. Diesem Vorschlag wird Saudi-Arabien aber wohl nicht folgen.

Nach dem stark spekulationsgetriebenen Anstieg im Augst, wäre einer Preiskorrektur am Ölmarkt weiterhin gerechtfertigt. Da der Weltölmarkt weiterhin überversorgt ist und viele OPEC-Länder ihre Ölförderung zuletzt noch ausgeweitet haben oder weitere Fördererhöhungen planen, rechnen viele Analysten im September mit sinkenden Ölpreisen. Auch weil sich die Institutionen, die für das dritte Quartal bereits ein Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage am Ölmarkt prognostiziert hatten, offensichtlich geirrt haben. Spätestens wenn die Erwartungen der Händler in Bezug auf eine Förderbegrenzung beim OPEC-Treffen enttäuscht werden, könnten die Ölpreise weiter fallen.

Aussicht und Empfehlungen

Insgesamt deuten weiterhin eine ganze Reihe von Indikatoren darauf hin, dass wir in den kommenden Wochen günstigere Heizölpreise sehen werden. Zumindest ist der Weltölmarkt weiterhin überversorgt und eine Einigung auf eine Förderbegrenzung innerhalb der OPEC in Zusammenarbeit mit Russland, scheint weiterhin unrealistisch. Daher haben die Rohöl- und Heizölpreise zurzeit Abwärtspotential. Allerdings gibt es am stark spekulationsabhängigen Ölmarkt nie eine Garantie für einen Preisrückgang.

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