Heizölpreise zum Wochenstart kaum verändert

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Wochenstart haben sich die Heizölpreise kaum verändert und standen somit am Montagmorgen im bundesweiten Durchschnitt weiterhin bei 55,51 €uro pro 100 Liter Heizöl. Bei der regionalen Betrachtung der Preisentwicklung waren heute in zehn Bundesländern Preisanstiege und in sechs Bundesländern Preisrückgänge zu verzeichnen. Am deutlichsten kletterten die Heizölpreise mit 0,9 bis 1,0 Cent/Liter im Saarland und Baden-Württemberg. Die kräftigsten Preisnachlässe waren hingegen mit 0,4 bis 0,5 Cent/Liter in Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein zu verzeichnen.

Entwicklungen am Ölmarkt

Nach den starken Kursschwankungen der vergangenen Woche scheinen die Ölpreise wieder in ruhigeres Fahrwasser zu kommen. Am Freitag waren die Ölpreise zwar zunächst noch gestiegen, im weiteren Handelsverlauf setzten dann jedoch Gewinnmitnahmen ein und die Ölnotierungen gaben nach. Heute Morgen zeigt sich der Handel impulsarm und die Ölpreise bewegten sich kaum. Daher startete die europäische Ölsorte BRENT lediglich um 0,2 $/b leichter in die Woche und wurde am Montagmorgen bei 51,9 Dollar/Barrel gehandelt. Die US-Ölsorte WTI gab um 0,5 $/b nach und stand am Morgen mit 50,2 Dollar/Barrel nur noch knapp über der 50-Dollar-Marke.

Für den jüngsten Preisrückgang am Ölmarkt sorgte hauptsächlich der zuletzt spürbar an Wert zulegende US-Dollar. So gibt der €uro am Devisenmarkt seit Anfang Oktober klar gegen den Dollar nach. Mit 1,098 €/$ stand die Gemeinschaftswährung am Montagmorgen auf einem der niedrigsten Stände des laufenden Jahres. Der Grund für die Dollarstärke ist in der hohen Wahrscheinlichkeit zu finden, dass die US-Notenbank FED noch in diesem Jahr einen weiteren Schritt bei der Leitzinsanhebung in den USA machen wird. Da Rohöl weltweit in Dollar gehandelt wird, sinkt die globale Ölnachfrage im Handel außerhalb des Dollarraums, da sich Öl dort aufgrund der Währungsverluste verteuert.

Die beschlossene Ölförder-Obergrenze der OPEC, die das Ölkartell zusammen mit Russland erreichen will, bleibt am Ölmarkt weiterhin ein präsentes Thema. Händler sind sich jedoch weiterhin noch nicht ganz sicher wie ernst man das seit Jahren uneinige Ölkartell OPEC zurzeit nehmen muss. Einerseits verfolgen die meisten OPEC-Mitglieder seit geraumer Zeit nur die eigenen Ziele und kaum ein Förderland hält sich an die selbst festgelegten Förderobergrenzen. Andererseits scheint sich bei der OPEC etwas zu bewegen und ein „weiter so“ ist für viele Mitglieder wohl keine Option mehr. Es muss daher abgewartet werden, welche Schritte in den kommenden Monaten tatsächlich umgesetzt werden. Bis zum nächsten offiziellen OPEC-Treffen Ende November sollen erstmal verbindliche Förderquoten für alle OPEC-Mitglied festgelegt werden.

Aussicht und Empfehlungen

Auch wenn noch keine verbindlichen Schritte bei der Umsetzung der neuen Förderobergrenze der OPEC und Russlands unternommen wurden, so haben sich die Aussichten für die weitere Preisentwicklung am Ölmarkt alleine durch die Absicht der OPEC grundlegend verändert. Konnte man vor dem OPEC-Beschluss noch mit guten Aussichten auf fallende Heizölpreise spekulieren, so sieht es derzeit so aus als würden sich die Heizölpreise auf dem nun höheren Preisniveau festsetzen.

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