Heizölpreise zum Wochenausklang wieder gestiegen

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Der volatile Rohölmarkt lässt die Heizölpreise stetig steigen und fallen. In dieser Woche ging es immer abwechselnd hoch und runter. Und so kletterten die Heizölpreise zum heutigen Wochenausklang im bundesweiten Durchschnitt auch wieder um 0,6 Cent/Liter, nachdem sie gestern um 0,8 ct/l nachgegeben hatten. Im gesamten Wochenverlauf überwogen die Preisnachlässe jedoch leicht, so dass insgesamt ein leichter Rückgang der Heizölpreise feststellbar ist. Bei der regionalen Betrachtung ist die Preisentwicklung heute zweigeteilt. In neun Bundesländern zogen die Heizölpreise um 0,4 bis 1,8 ct/l an, während sie in sieben Bundesländern um 0,2 bis 1,0 Cent/Liter nachgaben. Hierbei entfiel der kräftigste Preisnachlass auf Bayern.

Der Ölmarkt befindet sich weiterhin in einer turbulenten Phase mit stark volatilen Preisbewegungen. So schwankten die Kurse in dieser Woche stetig hoch und runter. Dementsprechend war gestern wieder die Aufwärtsrichtung an der Reihe, was auch durch die eindeutig preisdrückenden US-Öllagerdaten des Department of Energy (DOE) nicht verhindert werden konnte. So meldete das DOE gestern einen Anstieg der US-Öllager von in Summe 4 Mio. Barrel. Ein Plus von 2,4 Mio. Barrel entfiel hierbei auf die Rohöllager, der restliche Lageraufbau in Höhe von 1,6 Mio. Barrel war auf die Ölprodukte Heizöl, Diesel und Benzin zurückzuführen. Neben dem bärisch wirkenden US-Öllageraufbau gab es gestern keine weiteren Meldungen, so dass der Anstieg der Rohölpreise auf börsentechnische Faktoren zurückgeführt werden kann. Die europäische Leitsorte BRENT legte auf den heutigen Freitag um gut 1,5 $/b zu und am wurde am Morgen bei 48,8 Dollar/Barrel gehandelt. BRENT hat sich somit in dieser Woche stets in der Nähe der 50-Dollar-Marke gehalten und könnte sich dort nach einigen Aufs und Abs auch weiter stabilisieren. Ohne impulsgebende Neuigkeiten, legte der €uro am Devisenmarkt weiter gegen den Dollar zu. Dies ist zum einen auf die zuletzt recht gut ausgefallenen Wirtschaftsdaten aus der Eurzone zurückzuführen, kommt vor dem Hintergrund der möglicherweise bald anstehenden Maßnahmen der EZB und der FED dennoch etwas überraschend.

Insgesamt ist seit einer Woche eine leichte Abwärtstendenz der Heizölpreise feststellbar. Diese ist jedoch so gering, dass sich hieraus für die zukünftige Preisentwicklung wenig ableiten lässt. Ein Anstieg der Ölpreise ist bei der aktuell volatilen Marktlage genauso wahrscheinlich wie ein Rückgang. Auch die Entwicklung am Devisenmarkt ist schwer vorhersehbar. Denn in den letzten Tagen konnte der €uro an Wert gewinnen, längerfristig wird er aber wohl wieder unter Druck geraten. Aktuell befinden sich die Heizölpreise im Vergleich zu den Vorjahren immer noch auf einem niedrigen Level, so dass Heizölverbraucher weiterhin einen guten Kaufzeitpunkt vorfinden. Dementsprechend ist die Heizöl-Nachfrage belebt.

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