Heizölpreise zum Wochenausklang unverändert

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Mit leichten Auf- und Ab-Bewegungen hat sich die Seitwärtstendenz der Heizölpreise auch in dieser Woche weiter fortgesetzt. Auf den heutigen Freitag war im bundesweiten Durchschnitt keine Veränderung der Heizölpreise zu verzeichnen, die somit weiterhin bei 57,2 Cent/Liter stehen. Regional betrachtet kam es jedoch zu stark voneinander abweichenden Preisbewegungen. So kletterten die Preise, bei einer Bestellung von 2.000 Litern Heizöl, in Sachsen und Thüringen um leichte 0,1 Cent/Liter, und in Baden-Württemberg und Bayern war sogar ein massiver Anstieg von 0,8 bzw. 1,7 ct/l feststellbar. In den verbleibenden zwölf Bundesländern blieben die Heizölpreise konstant oder gaben nach. Hierbei entfielen mit 0,5 bis 0,6 Cent/Liter die kräftigsten Preisnachlässe auf die tanke-günstig Partnerhändler in Bremen, Hessen, Hamburg, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein und dem Saarland.

Im Wochenverlauf folgten die Heizölpreise den sich nach oben und unten bewegenden Vorgaben vom Rohöl- und Devisenmarkt. Unterm Strich standen die Rohölnotierungen und auch der €uro-Dollar-Wechselkurs zum heutigen Wochenschluss aber wieder auf dem Level vom Wochenbeginn. Die Nachrichtenlage ist insgesamt weiterhin eher preisdrückend. Auch wenn sich die Konjunkturaussichten aus China und den USA zuletzt etwas aufgehellt haben, so bleiben dennoch besonders in China Sorgen vor einer größeren Wirtschaftsflaute bestehen. Diese könnte sich zudem stärker auf Schwellenländer ausweiten und somit global zu einer schwächeren Nachfrage nach Ölprodukten führen. Gleichzeitig steigt das Angebot weiter. Innerhalb der OPEC hält sich kaum ein Mitgliedsstaat an die festgelegten Förderquoten sondern versucht auf eigene Rechnung so viel zu exportieren wie der Markt zurzeit hergibt. Neben der auf Rekordhoch befindlichen Ölförderung Saudi-Arabiens, kamen zuletzt auch aus dem Irak Meldungen über stark gestiegene Ölfördermengen. Zudem will der Iran im kommenden Jahr wieder eine größere Rolle im internationalen Ölgeschäft einnehmen. Auch in den wichtigen Ölförderländern außerhalb der OPEC ist die Ölproduktion derzeit überdurchschnittlich hoch. Hier sorgt neben dem russischen Öl besonders die vermeintlich preisintensive US-Schieferölförderung für ein weiterhin hohes Angebot auf dem Weltölmarkt. Doch die beschriebene Überversorgung des Weltölmarktes ist aktuell bereits in die Ölnotierungen eingepreist, so dass der Spielraum für Preisrückgänge begrenzt ist. Daher warten viele Finanzanleger darauf bei der nächsten Erholungsphase der Ölpreise zu investieren. Für einen anhaltenden Anstieg der Rohölpreise fehlt es zurzeit jedoch einfach an den entsprechend preistreibenden Nachrichten, so dass die Notierungen vorerst weiter seitwärts tendieren. Und so gab die europäische Leitsorte BRENT, nach dem Anstieg von Gestern, auf den heutigen Freitag wieder um rund 0,7 $/b nach und wurde somit am Morgen wieder bei 48,1 Dollar/Barrel gehandelt. Am Devisenmarkt konnte sich der €uro von seinem vorherigen Einbruch erholen und legte gestern leicht zu. In dieser Woche ging es für die europäische Gemeinschaftswährung recht stark nach oben und ebenso deutlich wieder runter, so dass in Summe von einem recht stabilen €uro-Dollar-Wechselkurs gesprochen werden kann. Dies dürfte sich nach der Festlegung der FED auf einen Termin für die geplante US-Zinswende jedoch ändern.

Insgesamt ist seit zwei Wochen eine stabile Seitwärtsbewegung der Rohöl- und auch Heizölpreise feststellbar. Das Risiko auf einen Preisanstieg am Ölmarkt wächst jedoch und der €uro könnte längerfristig unter Druck geraten. Daher halten wir einen Anstieg der Heizölpreise in den kommenden Wochen für wahrscheinlicher als einen Rückgang oder auch eine weiter anhaltende Seitwärtsbewegung. Aktuell befinden sich die Heizölpreise, im Vergleich zu den Vorjahren und auch im Rückblick auf das laufende Jahr, auf einem attraktiven Preislevel. Wer zu Beginn der nun laufenden Heizperiode kein Risiko eingehen will, der findet daher aktuell einen guten Kaufzeitpunkt vor. Dementsprechend ist auch die Nachfrage der Heizöl-Verbraucher ungebrochen belebt.

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