Heizölpreise zum Wochenausklang gesunken

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Nach den kräftigen Preisanstiegen der letzten zwei Tage, haben die Heizölpreise zum Wochenschluss im bundesweiten Durchschnitt um rund 0,3 Cent/Liter nachgegeben. Dennoch befinden sich die Heizölpreise der tanke-günstig Partnerhändler mit aktuell 53,64 €uro pro 100 Liter Heizöl weiterhin in der Nähe des derzeitigen Jahreshochs. Bei der regionalen Betrachtung der Preisentwicklung waren auf den heutigen Freitag in den meisten Bundesländern Preisrückgänge feststellbar. Lediglich in Baden-Württemberg, Bayern und dem Saarland kletterten die Heizölpreise um 0,1 bis 0,4 Cent/Liter. Die kräftigsten Preisnachlässe in Höhe von 0,7 bis 0,8 Cent/Liter waren heute in Brandenburg, Berlin, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zu verzeichnen.

Entwicklungen am Ölmarkt

Der seit Wochenstart bestehende Aufwärtstrend der Rohölpreise wurde vor dem Wochenende erstmal gestoppt. So gingen die Notierungen der Rohölleitsorten BRENT und WTI am Donnerstag und auch am Freitagmorgen zurück, nachdem sie zuvor auf die höchsten Stände seit Oktober bzw. Juli 2015 gestiegen waren. Insgesamt gab die europäische Rohölsorte BRENT auf Freitag um 1,1 $/b nach und notierte am Morgen bei 51,7 Dollar/Barrel. Die US-Sorte WTI sank um gut 1,3 $/b und wurde am Morgen mit 50,2 Dollar/Barrel allerdings immer noch knapp über der 50-Dollar-Marke gehandelt.

Gestern war am Ölmarkt eine Gegenbewegung zu den zuvor rasanten Anstiegen der Ölpreise feststellbar. Zudem wurden die Ölnotierungen durch den Rebound des US-Dollars unter Druck gesetzt. So konnte sich der US-Dollar, nach seiner zehntägigen Schwächephase, gestern erstmals wieder kräftiger erholen, was den €uro-Dollar-Wechselkurs am Freitagmorgen auf 1,13 Dollar/€uro fallen ließ. Dies führte einerseits im Handel außerhalb des Dollarraums zu einer schwächeren Ölnachfrage und löste andererseits auch Gewinnmitnahmen aus. Beides führte in der Folge zu nachgebenden Rohölpreisen. Die zuvor für Preisauftrieb sorgenden außerplanmäßigen Produktionsausfälle in einigen Ölförderländern rückten vorerst wieder in den Hintergrund, auch weil davon ausgegangen werden kann, dass sich die Lage in den meisten Ländern bald wieder normalisieren wird und/oder andere Ölförderländer die enstandene Versorgungslücke ausfüllen werden. Außerdem drückten die bärischen Impulse vom US-Ölmarkt auf die Preise, denn dort waren die Öllager zuletzt nur minimal zurückgegangen und eigene Ölproduktion der USA war leicht gestiegen, bei gleichzeitig leicht rückläufigen Ölimporten.

Aussicht und Empfehlungen

Neben den ungeplanten Produktionsausfällen in einigen Ölförderländern hat vor allem der schwächere Dollar seit Wochenbeginn dazu geführt, dass sich die Ölpreise zuletzt zu neuen Jahreshöchstständen aufgeschwungen hatten, was in der Folge auch die Heizölpreise mit in die Höhe gezogen hat. Zudem ist bei Börsenhändlern und Fonds seit Wochen erkennbar, dass vermehrt in Ölnotierungen investiert wird.

Sobald die außerplanmäßigen Produktionsausfälle jedoch behoben sind und weitere Förderländer des Nahen Ostens ihre geplanten Erhöhungen der Ölexporte vollzogen haben, wird der Ölmarkt wieder deutlicher überversorgt sein und die Preise könnten wieder fallen. Eine Garantie für Preisnachlässe kann jedoch nicht gegeben werden. Wer aktuell kein Risiko eingehen will, der muss bei einer Bestellung jedoch die höchsten Heizölpreisen des laufenden Jahres in Kauf nehmen. Im Vergleich zu den zurückliegenden fünf Jahren kann ein Preisniveau von nunmehr knapp 54 Cent/Liter jedoch immer noch als günstig bezeichnet werden.

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