Heizölpreise zum Wochenauftakt gesunken

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Nachdem die Heizölpreise zuletzt deutlich angezogen waren, gaben sie zum heutigen Wochenbeginn wieder nach. So ergab sich Im bundesweiten Durchschnitt ein Preisrückgang um gut 0,7 Cent/Liter. Regional betrachtet gaben die Heizölpreise ebenfalls in fast allen Bundesländern nach. Lediglich in Baden-Württemberg war ein Anstieg um knapp 0,3 ct/l feststellbar. Ansonsten gaben die Heizölpreise in allen Bundesländern nach, mit rund 1,0 ct/l am deutlichsten in Brandenburg, Berlin, Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein.

Damit haben die Heizöl- aber auch die Rohölpreise einen Großteil der letzten Steigerungen wieder abgegeben. Die Sorge vor einem größeren Konflikt in der Golfregion, welcher durch den militärische Einsatz von Saudi-Arabien im Jemen und auf der anderen Seite durch die iranische Unterstützung der dortigen Rebellen befürchtet wurde, hat sich als unbegründet herausgestellt. Dennoch bleibt die Geopolitik im arabischen Raum in den kommenden Tagen im Fokus des Weltölmarktes. Diesmal könnten die jüngsten Entwicklungen die Rohölpreise jedoch weiter unter Druck setzen. Denn in den Verhandlungen der UN-Vetomächte plus Deutschland mit dem Iran um das dortige Atomprogramm wird es wohl noch in dieser Woche zu einer offiziellen Einigung kommen. Sollte dies geschehen, so würde der Westen seine bestehenden Sanktionen gegen den Iran aufheben. Dann kann der Iran wieder unbegrenzt Rohöl auf dem Weltmarkt anbieten. Dies wird die Angebotslage weiter erhöhen, die anhaltende Überversorgung verschärfen und die Rohölpreise wohl weiter unter Druck setzen. Auf den heutigen Montag sank die europäische Leitsorte BRENT bereits um 2,3 $/b und notierte am Morgen bei 56,1 Dollar/Barrel. Am Devisenmarkt stabiliserte sich der €uro bei gut 1,09 €/$ gegen den Dollar.

Wie oben beschrieben kann in den kommenden Tagen mit einem Rückgang der Rohölpreise gerechnet werden. Und da sich der €uro zuletzt wieder stabiler zeigte, würde dies auch direkt auf die Heizölpreise durchschlagen. Es kann sich daher bei der aktuellen Marktlage lohnen mit einer Bestellung zu warten. Zu lange sollte man jedoch nicht warten, denn die Tiefststände von Mitte Januar werden wohl nicht mehr erreicht werden und spätestens zur zweiten Jahreshälfte werden die Heizölpreise wahrscheinlich wieder deutlich anziehen.

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