Heizölpreise zu Weihnachten nahezu unveränderten

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Obwohl die Vorgaben vom Rohöl- und Devisenmarkt einen deutlicheren Anstieg der Heizölpreise zugelassen hätten, legten diese zum Wochenausklang nur minimal zu. Nahezu unverändert kostet eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl im Mittel derzeit 59,45 €uro pro 100 Liter. Damit gehen die Heizölpreise knapp unter Marke von 60 Cent/Liter in die Weihnachtsfeiertage.

Bei der regionalen Betrachtung der Heizölpreis-Entwicklung zeigte sich vor den Feiertagen jedoch ein differenzierteres Bild. So waren in neun Bundesländern Preisanstiege zu verzeichnen und in sieben Bundesländern gaben die Heizölpreise nach. Die deutlichsten Preisanstiege entfielen mit rund 0,6 Cent/Liter auf Hessen und Nordrhein-Westfalen. Die kräftigsten Preisrückgänge waren hingegen mit 0,5 bis 0,7 Cent/Liter in Baden-Württemberg und Bayern feststellbar.

 

Aussicht und Empfehlungen

An den Aussichten hat sich im gesamten Wochenverlauf nichts geändert. Die Heizölpreise scheinen sich auf dem höheren Preislevel von knapp 60 Cent/Liter einzupendeln. Am Ölmarkt überwiegen dabei an einem Tag leicht die preisdrückenden und dann wieder die preistreibenden Impulse. Unterm Strich sind die Erwartungen der Händler im Hinblick auf die OPEC-Förderkürzung am Ölmarkt eingepreist. Auch die US-Zinsanhebung und der dadurch weiter an Wert zulegende Dollarkurs sind berücksichtigt und haben sich spürbar hemmend auf eine mögliche Jahresschlussrally bei den Ölpreisen ausgewirkt.

Längerfristig betrachtet bleibt es jedoch dabei, dass das Überangebot auf dem Weltölmarkt im ersten Halbjahr 2017 abgebaut werden könnte, wenn die OPEC ihren Worten in den kommenden Wochen und Monaten Taten folgen lässt. Dann werden die Ölpreise weiter steigen und es besteht daher ein nicht unerhebliches Risiko, dass eine Heizöl-Bestellung im kommenden Jahr deutlich teurer werden könnte als noch in diesem Jahr.

 

Das tanke-günstig Team wünscht allen Lesern und Kunden schöne Weihnachtsfeiertage.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

 

Wie bereits in der gesamten Woche suchen die Ölpreise weiterhin eine neue Richtung und bewegen sich dementsprechend an einem Tag rauf und am nächsten Tag wieder runter. So stand auf den heutigen Freitag wieder eine leichte Aufwärtsbewegung an. Die Nordsee-Ölsorte BRENT legte um 0,3 $/b zu und notierte am Freitagmorgen bei 54,8 Dollar/Barrel. Auch die US-Ölsorte WTI kletterte um knapp 0,2 $/b und wurde am Morgen bei 52,6 Dollar/Barrel gehandelt. Auf Wochensicht sind die Ölpreise um rund zwei Prozent gestiegen.

Grundsätzlich richtet sich der Fokus der Anleger weiterhin auf zwei Themengebiete. Einerseits halten Händler die weiteren Entwicklungen bei der Umsetzung der von insgesamt 20 Ölförderländern beschlossenen Förderkürzung im Blick, denn der jüngste Anstieg der Ölpreise beruht ausschließlich darauf, dass an der Börse auf einen spürbaren Rückgang des Angebotes auf dem Weltölmarkt spekuliert wird. Um die Ölpreise also weiterhin zu stützen, müsste in einigen Ländern in den kommenden Wochen und Monaten ein spürbarer Rückgang verzeichnet werden. Zwar haben einige Förderländer ihren Kunden bereits geringere Liefermengen zu Beginn des kommenden Jahres angekündigt, dennoch bleibt die Spannung groß, in welchem Umfang das Angebot auf dem Weltölmarkt zum Jahresbeginn zurückgehen wird.

Auf der anderen Seite richtet sich der Blick auf die USA, wo eine ganze Branche bereit steht, den zuletzt ins Stocken geratenen Boom bei der Schieferölförderung wieder aufleben zu lassen. Besonders unter dem neuen Präsidenten Trump und dem ExxonMobil Chef Rex Tillerson als zukünftigen Außenminister hoffen viele US-Ölförderer auf ein gutes Jahr 2017. Die Investitionen in US-Ölförderprojekte und auch die Bohraktivitäten sind in den letzten Wochen bereits spürbar gestiegen.

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