Heizölpreise zogen zur Wochenmitte wieder an

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Auf den heutigen Mittwoch kletterten die Heizölpreise im bundesweiten Durchschnitt um knapp 0,5 Cent/Liter. Regional betrachtet zeigte sich ein sehr differenziertes Bild. In sieben Bundesländern gaben die Heizölpreise der tanke-günstig Partnerhändler um bis zu 0,7 Cent/Liter nach. Dementgegen zogen die Heizölpreise in neun Bundesländern jedoch teilweise deutlich an. So waren in Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein, bei einer Bestellung von 2.000 Litern Heizöl, Anstiege von rund 1,4 Cent/Liter zu verzeichnen.

Am gestrigen Handelstag legten die Rohölpreise wieder zu und kletterten wieder auf den Stand vom vergangenen Freitag. Zwar bleibt der Weltölmarkt weiterhin überversorgt, aber die insgesamt zuversichtlichere Stimmung an den Finanz- und Aktienmärkten, sorgt auch am Ölmarkt für eine Abkehr von der zuvor pessimistischen Stimmung, was die Ölnotierungen stützt. Besonders als sich die Stimmung an den chinesischen Börsen gestern drehte, nachdem zuvor schlechte Außenhandelszahlen die Kurse belastet hatten, wirkte sich dies auch weltweit positiv auf andere Handelsplätze aus. Anleger scheinen zunehmend zuversichtlich zu sein, dass die chinesische Regierung dem schwächeren Wirtschaftswachstum, z.B. mit Zins- und Steuersenkungen entgegenwirkt. Auch in der Eurozone konnte die Wirtschaft im zweiten Quartal stärker wachsen als zunächst angenommen wurde. Daher keimte am Ölmarkt gestern die Hoffnung auf eine stärker steigende Nachfrage nach Rohöl auf, was die Notierungen stützte. So legte die europäische Leitsorte BRENT auf Mittwoch um spürbare 2,1 $/b zu und stand am Morgen wieder bei 50 Dollar/Barrel. Am Devisenmarkt gab der €uro seine zuvor überraschend entstandenen Gewinne wieder ab und sorgte somit ebenfalls für preissteigernde Impulse am heimischen Heizölmarkt.

Ein Ende der Überversorgung des Weltölmarktes ist zwar nicht in Sicht. Dennoch lässt besonders die bessere Stimmung an den Aktien- und Finanzmärkten auch die eher gedrückte Stimmung am Ölmarkt weichen und sorgt so dafür, dass die Rohölpreise gestützt werden. Sollte diese Stimmung anhalten, so könnten die Ölpreise zu einer weiteren Erholung ansetzen. Gleichzeitig besteht die Gefahr, dass der €uro, bei einer wohl bald anstehenden Leitzinserhöhung in den USA, zukünftig abgewertet wird. Daher schätzen wir die Aussichten auf weiter sinkende Heizölpreise eher kritisch ein, so dass man aktuell eine gewisse Portion Risikobereitschaft mitbringen muss um auf fallende Heizölpreise zu spekulieren.

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