Heizölpreise zogen zum Wochenausklang sprunghaft an

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Trotz der sich seit zwei Tagen verschlechternden Vorgaben vom Rohöl- und Devisenmarkt konnten die tanke-günstig Partnerhändler, auch auf den heutigen Donnerstag, das derzeit sensationell niedrige Level bei den Heizölpreisen halten. So war heute im bundesweiten Durchschnitt erneut keine Veränderungen der Heizölpreise feststellbar. Regional zeigte sich jedoch wieder ein differenzierteres Bild. In sieben Bundesländern gingen die Heizölpreise zurück und in neun Bundesländern waren Preisanstiege zu verzeichnen. Am deutlichsten kletterten die Heizölpreise in Baden-Württemberg und dem Saarland mit einem Anstieg von 0,7 bis 0,8 Cent/Liter. Der kräftigste Preisrückgang entfiel mit ebenfalls 0,8 ct/l auf Bayern, aber auch in Brandenburg und Berlin gaben die Heizölpreise um 0,6 Cent/Liter nach. Die im Bundesländervergleich günstigsten Heizölpreise findet man zurzeit in Sachsen-Anhalt mit einer Höhe von rund 50,5 Cent/Liter.

Am gestrigen Handelstag richteten sich die Blicke der Rohstoffhändler in Richtung USA. Einerseits legte der US-Dollar erneut kräftig zu und darüber hinaus veröffentlichte das DOE die neuen US-Öllagerdaten. Diese verzeichneten einen Rückgang von in Summe 2,4 Mio. Barrel, wobei die Rohöllager um recht deutliche 5,5 Mio. Barrel zurückgingen und die Lager für Benzin, Diesel und Heizöl um insgesamt 3,1 Mio. Barrel anstiegen. Der Abbau der US-Öllagerbestände stützt die Ölnotierungen zumeist, da dieser mit einer steigenden Nachfrage verbunden wird. Ein stärkerer Dollar führt hingegen häufig zu einem Nachfragerückgang bei Ölprodukten außerhalb des Dollarraums und setzt die Ölnotierungen somit unter Druck. Daher hoben sich die beiden impulsgebenden Faktoren aus den USA gestern gegenseitig auf. Dennoch legte die europäische Leitsorte BRENT um knapp einen Dollar je Barrel zu und wurde am Donnerstagmorgen bei 44,4 Dollar/Barrel gehandelt. Der Grund für die weitere Erholung kam von den chinesischen Börsen, wo es nach den heftigen Turbulenzen der letzten Tage wieder aufwärts ging. Insgesamt entspannen sich die Finanzmärkte weltweit, was die Ölpreise tendenziell etwas stützt. Von einer Trendwende oder massiv anziehenden Ölpreisen geht zurzeit dennoch kaum jemand aus, da der Weltölmarkt hierfür einfach zu stark überversorgt ist. Zudem kündigte der Iran an seine Ölproduktion unabhängig vom Preisniveau zu erhöhen und die in den zurückliegenden Jahren verlorenen Marktanteile zurück zu erobern. Dies würde bedeuten, dass der Iran wieder die Nummer Zwei der OPEC werden könnte. Am Devisenmarkt gab der €uro gestern erneut spürbar gegen den Dollar nach. Gute Auftragseingänge bei der US-Wirtschaft stützten den Dollar. Außerdem kann eine US-Zinsanhebung im September nicht vollkommen ausgeschlossen werden, besonders wenn sich die Lage in China und an den weltweiten Aktienmärkten nun weiter beruhigen sollte. Wahrscheinlicher ist aktuell jedoch, dass die FED die Leitzinserhöhung einige Monate nach hinten verschiebt.

In den letzten zwei Tagen haben sich die Vorgaben vom Rohöl- und Devisenmarkt deutlich verschlechtert. Die Ölnotierungen sind in dieser Zeit um drei Prozent geklettert und der €uro hat rund zwei Prozent an Wert gegen die Ölwährung Dollar verloren. Bisher haben die tanke-günstig Partnerhändler diese Preissteigerungen noch nicht an die Endverbraucher weitergegeben. Dies kann jedoch kein Dauerzustand sein, so dass in den kommenden Tagen mit teilweise deutlichen Preisanstiegen gerechnet werden muss. Wir empfehlen daher heute wieder ganz eindeutig, die immer noch auf einem 6-Jahres-Tief befindlichen Heizölpreise für eine Bestellung zu nutzen, bevor der günstigste Kaufzeitpunkt der vergangenen sechs Jahre vorüber ist.

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