Heizölpreise zogen zum Jahresabschluss an

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Zum Jahresabschluss sind die Heizölpreise leicht gestiegen. Seit Beginn der Woche legten die Heizölpreise im bundesweiten Durchschnitt um 0,4 Cent/Liter zu und stehen somit aktuell bei rund 45 Cent/Liter. Wie in der oben stehenden Graphik ersichtlich, lässt sich jedoch seit Mitte Dezember ein übergeordneter Seitwärtstrend der Heizölpreise feststellen, denn die Heizölpreise haben sich in den letzten zwei Wochen, nach einigen leichten Aufs und Abs, in Summe lediglich um 0,2 Cent/Liter verteuert.

Bei der regionalen Betrachtung der Heizölpreise sind seit Wochenbeginn unterschiedliche Entwicklungen in den Bundesländern zu verzeichnen. In sieben Bundesländern kletterten die Heizölpreise, wobei mit 0,5 ct/l der deutlichste Preisanstieg auf das Saarland entfiel. Bei den tanke-günstig Partnerhändlern in Brandenburg, Berlin, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen waren mit 1,1 bis 1,4 Cent/Liter hingegen die kräftigsten Preisnachlässe feststellbar. Aber auch in Baden-Württemberg und Bayern gingen die Heizölpreise um 0,6 bzw. 0,8 Cent/Liter zurück.

Entwicklungen am Ölmarkt

Die Ölpreise haben sich am Dienstag von den deutlichen Verlusten des Vortages erholt, sind dann aber am Mittwoch im frühen Handel wieder gefallen, so dass sich die europäische Leitsorte BRENT in den vergangenen zwei Tagen in Summe nicht verändert hat. Am heutigen Mittwochvormittag notierte BRENT somit erneut bei 37,1 Dollar/Barrel. Händler begründeten den Anstieg der Ölpreise mit der Aussicht auf weiter fallende Ölreserven in den USA. Allerdings hatte das private American Petroleum Institute (API) gestern nach Börsenschluss einen Anstieg der US-Öllager in Höhe von 5,5 Millionen Barrel veröffentlicht. Nun warten die Marktteilnehmer gespannt auf die am Abend anstehenden Daten des US-Energieministerium DOE. Unabhängig von den US-Öllagern bleiben die Aussichten für das erste Halbjahr 2016 am Ölmarkt gedämpft und die Ölpreise werden wohl weiter unter Druck stehen. Allerdings ist der Ölmarkt auch immer für Überraschungen gut und spätestens in der zweiten Jahreshälfte 2016 könnte sich die Lage drehen.

Am Devisenmarkt geriet der €uro gestern aufgrund von relativ gut ausgefallenen US-Konjunkturdaten unter Druck und musste gegen Dollar leichte Verluste hinnehmen. Auch wenn der €uro noch vor gut eineinhalb Jahren noch bei knapp 1,40 $/€ gestanden hat, so hält er sich nach Bekanntgabe der US-Leitzinserhöhung nun doch relativ stabil auf dem niedrigen Niveau von rund 1,09 $/€.

Aussicht und Empfehlungen

Auch wenn die Heizölpreise heute im Mittel leicht angezogen sind, tut dies dem aktuell sehr attraktiven Preisniveau keinen Abbruch. Weiterhin liegt ein guter Bestellzeitpunkt für Heizöl vor, denn mit im Mittel 45 Cent/Liter kann ein Heizölvorrat weiterhin sehr günstig angelegt werden. Insgesamt bleibt die Stimmung am Ölmarkt aber auch weiterhin gedrückt, so dass ein Rückgang der Ölpreise in den nächsten Wochen nicht ausgeschlossen ist. Wer Freude am Spekulieren hat, der kann daher zurzeit auf einen, wenn auch wohl nicht sehr deutlichen Preisrückgang setzten. Ansonsten bieten sich die kommenden freien Tagen für eine Online-Heizölbestellung an.

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