Heizölpreise zogen spürbar an

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Der Oktober beginnt mit steigenden Rohölpreisen und kräftigen Währungsverlusten des €uro, so dass die Heizölpreise im bundesweiten Durchschnitt mit gut 1,0 Cent/Liter deutlich zulegten. Regional betrachtet zeigte sich in den meisten Bundesländern ein einheitliches Bild mit flächendeckenden Anstiegen der Heizölpreise. Hierbei entfielen die kräftigsten Preisanstiege mit rund 1,5 Cent/Liter auf Hessen, das Saarland und Sachsen-Anhalt. Die geringsten Preisanstiege waren mit 0,4 bzw. 0,7 Cent/Liter bei den tanke-günstig Partnerhändlern in Bayern und Baden-Württemberg zu verzeichnen.

Der Grund für den heutigen, recht deutlichen Anstieg der Heizölpreise kam zu gleichen Teilen vom Rohöl- und vom Devisenmarkt. Am Rohölmarkt überwogen zwar auch gestern wieder die preisdrückenden Meldungen, dennoch griffen die auf einen Preisanstieg spekulierenden Anleger nach dem bekannten Strohhalm, welcher gestern in Form von einem überraschend guten Wirtschaftsindikator aus China daher kam. So war ein Einkaufsmanagern-Index der chinesischen Industrie im September um gut einen Punkt gestiegen. Die Meldungen des US-Energieministeriums (DOE) über einen recht kräftigen Aufbau der US-Öllager von in Summe rund 7,0 Mio. Barrel sowie die im September deutlich gestiegene Fördermenge des OPEC-Mitglieds Irak, wurden hingegen kaum zur Kenntnis genommen. Dies zeigt, dass die Stimmung am Ölmarkt nervös ist und dass viele Spekulanten bereit sind in Wetten auf steigende Ölpreise einzusteigen. Ganz ohne preistreibende Nachrichten wird dies jedoch schwer, allerdings könnten nun auch weniger bedeutende Meldungen genutzt werden um eine Erholungsphase der Rohölpreise anzustoßen. Gestern reichte zumindest ein leicht zulegender, chinesischer Wirtschaftsindikator aus, um die europäische Leitsorte BRENT, trotz eindeutig anhaltender Überversorgung des Weltölmarktes, um rund 0,7 $/b steigen zulassen. BRENT notierte somit am Donnerstagmorgen mit 48,8 Dollar/Barrel auf dem höchsten Stand seit einer Woche. Am Devisenmarkt gab der €uro deutlich nach und verlor im Tagesverlauf rund einen Dollar-Cent an Wert. Besonders der erneut gut ausgefallenen Arbeitsmarktbericht aus den USA setzte den €uro unter Druck, da ein Schwerpunkt für die US-Leitzinsentscheidung der FED auf dem Arbeitsmarkt liegt und somit eine baldige Zinswende wahrscheinlicher wird.

Auch nach dem heutigen deutlichen Anstieg der Heizölpreise kann immer noch von einem attraktiven Kaufmoment gesprochen werden, da das Risiko auf anziehende Heizölpreise größer geworden ist. Zwar besteht auch die Möglichkeit, dass der gestrige Ölpreisanstieg heute wieder zurückgenommen wird, allerdings scheinen die sich in den letzten Wochen zurückhaltenden Spekulanten wieder vermehrt ein Auge auf den Ölmarkt zu richten. Im Vergleich zu den Vorjahren und auch im Rückblick auf das laufende Jahr befinden sich die Heizölpreise auf einem attraktiven Niveau. Wer vor der anstehenden Heizperiode kein Risiko eingehen will, der findet daher aktuell einen guten Kaufzeitpunkt vor. Dementsprechend ist auch die Nachfrage der Heizöl-Verbraucher ungebrochen belebt.

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