Heizölpreise ziehen deutlich an

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Mit einem Anstieg um durchschnittlich 1,2 Cent je Liter haben die Heizölpreise am heutigen Donnerstag spürbar angezogen und entfernen sich weiter von ihren Rekord-Tiefstständen der letzten vier Jahre. Auch regional betrachtet zeigt sich ein recht einheitliches Bild. So kletterten die Heizölpreise in allen Bundsländern. Der geringste Preisanstieg ist hierbei mit 0,4 bis 0,5 ct/l in Brandenburg, Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt feststellbar. Der größte Preisanstieg war mit 1,7 bis 1,9 ct/l in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland zu verzeichnen.

Heute kamen die preissteigernden Impulse hauptsächlich vom Devisenmarkt. Hier wirkte sich die mit Spannung erwartete Sitzug der FED drückend auf den €uro-Dollar-Wechselkurs aus. Da die FED ihre konjunkturstützende Geldpolitik wie geplant weiter zurück fahren will, gab der in der letzten Woche gestiegene €uro deutlich gegen den Dollar nach und stand am Morgen nur noch bei 1,259 €/$. Am Rohölmarkt blieb die Lage entspannt. Zwar war in Summe ein Rückgang der US-Öllager zu verzeichnen, da dieser jedoch auch auf die Umstellung der Raffenerien auf Winterprodukte zurückzuführen war, ergab sich lediglich ein leicht bullischer Effekt. So stieg die europäische Leitsorte BRENT um knapp 0,5 $/b an und notierte am Donnerstagmorgen bei 87,0 Dollar je Barrel.

Die zuvor auf hohem Niveau befindliche Heizölnachfage hat gestern weiter an Fahrt aufgenommen. Die niedrigen Temperaturen und die günstigen Preise sorgen für ein großes Interesse der Verbraucher. Nach dem heutigen Preissprung entfernen sich die Heizölpreise nun von den Rekord-Tiefstständen von Mitte Oktober. Auch kann ein weiterer Preisanstieg zum Ende der Woche nicht ausgeschlossen werden. Wer einen recht leeren Tank hat, der sollte zudem bedenken, dass sich die Lieferzeiten aufgrund der hohen Nachfrage erhöhen können.

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