Heizölpreise weiterhin unter 50 Cent-Marke

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Zum Wochenstart haben die Heizölpreise um einen halben Cent je Liter zugelegt, bleiben damit aber im bundesweiten Durchschnitt weiterhin knapp unter der 50 Cent-Marke. So kostete Heizöl bei den tanke-günstig Partnerhändlern, bei einer Bestellung von 2.000 Litern, am Montagmorgen 49,95 €uro pro 100 Liter Heizöl. Bei der regionalen Betrachtung der Preisentwicklung waren heute in fast allen Bundesländern Preisanstiege zu verzeichnen. Lediglich in Baden-Württemberg und Bayern gingen die Heizölpreise um rund 0,2 Cent/Liter zurück. In allen anderen Bundesländern legten die Heizölpreise zu. Die deutlichsten Anstiege entfielen mit knapp einem Cent pro Liter auf Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein.

Entwicklungen am Ölmarkt

Die hohen Volatilität am Ölmarkt bleibt zwar weiterhin bestehen, insgesamt haben sich die Ölpreise jedoch in den vergangenen 10 Tagen, unter hohen Schwankungen stabilisiert. In den letzten Tagen ist sogar ein leichter Aufwärtstrend zu beobachten. So haben die Ölnotierungen auch am Freitag zugelegt, nachdem sie bereits am Donnerstag gestiegen waren. Am heutigen Montagmorgen bewegten sich die Rohölpreise bisher nur wenig. Insgesamt kletterte die Nordsee-Sorte BRENT zwischen Freitag- und Montagmorgen um 0,8 $/b und notierte somit bei 47,8 Dollar/Barrel. Die US-Rohölsorte WTI legte um 0,6 $/b und wurde am Montagmorgen bei 45,9 Dollar/Barrel gehandelt.

Der Putschversuch in der Türkei hatte nur einen sehr kurzfristigen und geringen Einfluss auf die Ölpreise, welcher sich zum Wochenstart auch schon wieder verflüchtigt hat. Da durch die Türkei wichtige Ölpipelines laufen, besteht grundsätzlich schon die Gefahr, dass sich eine massive Destabilisierung des Landes preistreibend auf die Ölpreise auswirken könnte, davon ist jedoch aktuell keine Rede. Der Ölmarkt setzt sich zurzeit vielmehr mit den Fundamentaldaten auseinander und diese weisen für die kommenden Wochen tendenziell auf eine wachsende Überversorgung des Weltölmarktes hin. Auf der einen Seite ist das Angebot weiterhin hoch und die globalen Öllager sind extrem gut gefüllt. Auf der anderen Seite entwickelt sich die weltweite Ölnachfrage eher zurückhaltend.

In den jüngsten Monatsberichten der OPEC und der IEA haben beide Institutionen auf den stark dämpfenden Preiseinfluss der rekordhohen Lagerbestände hingewiesen und in beiden Berichten wird davon ausgegangen, dass die Rohölpreise vorerst keinen großen Spielraum nach oben haben. Diese Prognosen sorgten dafür, dass Börsenhändler weniger zuversichtlich für das zweite Halbjahr sind und daher Longpositionen abgebaut und Shortpositionen aufgebaut haben. Von spekulativer Seite wird die längerfristige Ölpreisentwicklung somit ebenfalls gedrückt.

Aussicht und Empfehlungen

An den globalen Rohstoffmärkten ist aktuell eine hohe Volatilität feststellbar. Dies führt dazu, dass die Ölnotierungen immer mal wieder auch die Aufwärtsrichtung einschlagen. Insgesamt weisen die Ölpreise im Juli aber eine sinkende Tendenz auf, was auch die Heizölpreise in den vergangenen zwei Wochen hat fallen lassen. Da die Nachfrage am heimischen Heizölmarkt im Juni zudem schwach war, gewähren viele Heizölhändler zurzeit ordentliche Rabatte. Insgesamt befinden sich die Heizölpreise daher aktuell in einer interessanten Phase für eine frühzeitige Winterbevorratung. Dementsprechend zeigt sich auch die Nachfrage in den letzten Wochen spürbar belebt.

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