Heizölpreise weiterhin stabil

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Nachdem die Heizölpreise im Laufe des Wochenendes noch leicht nachgegeben hatten, legten sie am Montag etwas zu. In Summe veränderten sich die Heizölpreise im Vergleich zu Freitag somit im bundesweiten Durchschnitt nicht. Auch bei der regionalen Betrachtung gab es keine massiven Abweichungen. Zwar legten die Heizölpreise in der Hälfte der Bundesländer zu und in der anderen Hälfte gaben sie nach, aber selbst die maximalen Preisveränderungen nach oben und nach unten hielten sich in Grenzen. So waren mit gut 0,3 ct/l der deutlichsten Anstiege in Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein zu verzeichnen. Der kräftigste Preisnachlass entfiel mit ebenfalls 0,3 Cent/Liter auf Sachsen-Anhalt.

Der Ölmarkt wird zurzeit weiterhin von zwei entscheidenden politischen Themen geprägt. Einerseits die griechische Schuldentragödie und andererseits die Atomverhandlungen mit dem Iran. Die Verhandlungen mit dem Iran haben sich bisher noch nicht direkt auf den Ölpreis ausgewirkt, da für eine Einigung noch wichtige Punkte zu klären sind. Besonders die Fragen, ob die Handelssanktionen sofort oder erst nach einer gewissen Frist aufgehoben werden und ob der Iran auch Inspektoren in seine Militäranlagen lässt, sind noch offen. Dennoch begrenzt die Aussicht auf weiteres Öl aus dem Iran den Spielraum für Preisausbrüche nach oben. Das Thema Griechenland gefährdet vor allem die Stabilität des €uro und könnte sich daher preissteigernd auf die Heizölpreise auswirken. Auf der anderen Seite drückt ein schwacher €uro auch auf die Öl-Nachfrage und lässt die Ölnotierungen an den Börsen fallen. So geschah es auch am heutigen Montag im frühen Handel. Der spürbar gegen den Dollar zurückgefallenen €uro zog auch die europäische Leitsorte BRENT um gut 1,1 $/b nach unten, so dass sich in Summe keine Veränderungen vom Rohöl- und Devisenmarkt ergaben und die Heizölpreise stabil in die neue Woche starteten.

Die Heizöl-Nachfrage zeigte sich am Wochenende spürbar belebt. Viele Verbraucher nutzten das derzeit, günstige Preislevel und sicherten sich somit gegen das, von der griechischen Schuldenkrise kommende Risiko auf anziehende Heizölpreise ab. Auf der anderen Seite halten aber auch sehr viele Heizölkunden die Preisbewegungen zurzeit genau im Auge und spekulieren auf sinkende Heizölpreise. Dies könnte vor dem Hintergrund einer Beendigung der gegen den Iran verhängten Handelssanktionen eine gute Strategie sein. Allerdings ist noch offen wann die Sanktionen enden. Denn selbst wenn in den nächsten Tagen eine Einigung mit dem Iran erreicht wird, könnte es sein, dass die Sanktionen erst nach Ablauf einer mehrwöchigen oder gar mehrmonatigen Frist aufgehoben werden und dass erst dann größere Mengen Öl in den Markt drängen. Von der Griechenland-Krise geht hingegen zurzeit eine akute Gefahr für die Stabilität des €uro aus.

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