Heizölpreise vor dem Wochenende um 0,2 ct/l gesunken

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Vor dem Wochenende gaben die Heizölpreise im bundesweiten Durchschnitt wieder um 0,2 Cent/Liter nach. Regional gab es teilweise deutliche Unterschiede zwischen den Bundesländern. Während die Heizölpreise in Brandenburg und Nordrhein-Westfalen um bis zu 0,3 ct/l anstiegen, waren in allen anderen Bundesländern Preisnachlässe feststellbar. Die deutlichsten Rückgänge entfielen mit 0,5 bis 0,7 ct/l auf Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Gestern war ein ruhiger Handelstag am Ölmarkt, an dem es kaum impulsgebenden Nachrichten gab. Daher wirkte der bereits am Mittwoch deutlich zurückgegangene Dollar nach und führte mit leichter Verzögerung zu Ölkäufen in Nicht-Dollar-Währungsräumen. Bei der Kaufentscheidung bekräftigt wurden Händler zudem durch zuletzt gut ausgefallenene US-Konjunkturdaten, die eine Stärkung des Dollar erwarten lassen. Bevor diese preissteigernden Impulse vom Devisenmarkt kommen, deckten sich Trader daher ein und sorgte somit für steigende Rohölpreise. In Folge dessen kletterte die europäische Rohöl-Leitsorte BRENT auf Freitag um 0,4 $/b und stand somit am Morgen bei 64,1 Dollar/Barrel. Am Devisenmarkt sorgten die guten US-Konjunkturdaten gestern überraschenderweise nicht für eine Veränderung des €uro-Dollar-Wechselkurs. Der ebenfalls gut ausgefallene Wirtschaftsbericht der EZB sowie der zum Thema Griechenland einberufene Sondergipfel der europäischen Staats- und Regierungschefs, sorgten dafür, dass am Devisenmarkt weiterhin eine zurückhaltende Stimmung vorliegt. Die Finanzmärkte blicken nun gespannt auf das am Montag anstehenden Gipfeltreffen, welches wohl die letzte Möglichkeit für einen Durchbruch ist, bevor Griechenland in zwei Wochen die Zahlungsunfähigkeit droht.

Die Heizölpreise befinden sich derzeit auf einem attraktiven Niveau, so dass besonders Verbraucher, die in nächster Zeit Heizöl benötigen oder solche die wenig Spekulationsfreude mitbringen, aktuell einen guten Bestellzeitpunkt vorfinden. Allerdings stehen die Zeichen für risikoreichere Verbraucher, die auf einen weiteren Rückgang der Heizölpreise setzen, auch nicht schlecht. Die Höhe des Rückgangs wird sich jedoch in Grenzen halten. Längerfristig betrachtet sollte man so oder so eine frühzeitige Heizölbestellung zu den aktuellen Konditionen in Erwägung ziehen, denn viele Experten erwarten für die zweite Jahreshälfte anziehende Rohölpreise. Zudem geht auch von der griechischen Schuldenkrise ein gewisses Risiko für die Heizölpreise aus.

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