Heizölpreise vollziehen erheblichen Preissprung

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Auch am zweiten Tag der Woche ging es turbulent weiter. So sprangen die Heizölpreise im bundesweiten Durchschnitt um massive 2,6 Cent/Liter. Auch regional fielen die Anstiege der Heizölpreise erheblich aus. Der mit Abstand extremste Anstieg war mit 4,6 ct/l in Bayern feststellbar. Am wenigsten deutlich stiegen die Heizölpreise in Nordrhein-Westfalen mit 2,1 ct/l. In allen anderen Bundesländern lag der Heizöl-Preisanstieg zwischen 2,4 und 2,9 Cent je Liter.

Trotz der Rekordniveaus bei den US-Rohöllagerbeständen und der weiterhin bestehenden Überversorgung des Weltölmarktes, reicht augenscheinlich die Nachricht, dass in den USA immer weniger nach Öl gebohrt wird aus um viele Börsenakteure auf höhere Rohölpreise spekulieren zu lassen. Und dies obwohl die Fördermengen in den USA auch bei der nun sinkenden Anzahl von Bohrtürmen weiter steigen. Begünstigt werden die Spekulationen auf steigende Rohölpreise natürlich auch durch das billig zu bekommende Geld der EZB. Die Stimmung am Rohölmarkt bleibt nervös, denn keiner will den richtigen Moment verpassen um bei einem nachhaltigen Anstieg der Rohölpreise dabei zu sein. Und so kam es gestern dann auch zu dem beschriebenen Phänomen, dass wenn ausreichend viele Börsenakteuren den Anfang machen, immer mehr teilweise auch automatisierte Einstiege hinzu kommen und sich somit eine Kaufwelle aus sich heraus verstärkt. Aus diesem Grund kletterte die europäische Leitsorte BRENT auf Dienstag um erhebliche 3,7 $/b und wurde am Morgen bei 55,5 Dollar/Barrel gehandelt. Am Devisenmarkt zeigt sich der €uro gegen die Ölwährung Dollar seit einigen Tagen stabil.

Eine Prognose für die Entwicklung der Heizölpreise ist derzeit sehr schwer abzugeben, da der aktuelle Anstieg der Rohölpreise nicht auf Fundamentaldaten beruht sondern auf Spekulationen an den Börsen. Hier könnte eine Gewinnmitnahme und somit eine Rückgang der Rohölpreise in den kommenden Tagen ebenso schnell und heftig ausfallen wie der derzeitige Anstieg. Eine Fortsetzung der bestehenden Rallye mit weiter steigenden Rohölpreisen ist jedoch auch denkbar. Wer kein Risiko eingehen will, der sollte das im Vergleich zu den Vorjahren immernoch sehr gute Preisniveau nutzen. Weiterhin muss mit längeren Lieferzeiten gerechnet werden, da sich die Nachfrage weiterhin auf einem hohen Niveau befindet.

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