Heizölpreise verharren auf niedrigem Stand

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Nachdem die Heizölpreise zum Wochenbeginn erneut deutlich nachgegeben hatten, gab es am heutigen Mittwoch im bundesweiten Durchschnitt keine Veränderung. Regional zeigt sich jedoch ein differenzierteres Bild. So stiegen die Heizölpreise in der einen Hälfte der Bundesländer an während sie in der anderen Hälfte konstant blieben oder nachgaben. Die deutlichsten Preisrückgänge entfielen mit 0,5 bis 0,6 ct/l auf Bayern und Sachsen-Anhalt. Die deutlichsten Preisanstiege verzeichneten Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein und das Saarland mit knapp 0,5 Cent/Liter.

Der seit zwei Wochen anhaltende Abwärtstrend der Rohölpreise wurde im gestrigen Handelsverlauf vorerst gestoppt und die europäische Leitsorte BRENT kletterte geringfügig um 0,1 $/b und notierte am Mittwochmorgen bei 53,2 Dollar/Barrel. Dabei fielen die Nachrichten am Ölmarkt gestern tendenziell wieder preisdrückend aus. So deuten die vorläufigen Zahlen des American Petroleum Institut (API) darauf hin, dass die US-Öllager erneut gestiegen sind. Zwar gingen die Rohöllagerbestände zurück, da jedoch die Heizöl-, Diesel- und Benzinvorräte einen Zuwachs erfuhren, ist insgesamt ein Anstieg von rund 3,5 Mio. Barrel zu erwarten. Zudem belastet weiterhin der Kurseinbruch am chinesischen Aktienmarkt die Stimmung an den Börsen und drückt auch die Ölpreise. Auf der anderen Seite ist das derzeitige Ölpreisniveau so niedrig, dass es sich nun wieder für Wetten auf steigende Ölpreise eignet. Dies muss nicht zwangsläufig bedeuten, dass die Rohölpreise nun anziehen werden. Klar ist jedoch, dass bei dem jetzigen Preisniveau viele Spekulanten in den Startlöchern sitzen um die nächste "Erholungsphase" der Ölpreise mitzunehmen. Vom Devisenmarkt kommen derzeit keine Impulse für die Heizölpreise, hier hält sich der €uro gegen den Dollar weiterhin auf niedrigem, aber stabilem Niveau.

Durch die Preisrückgänge der letzten Wochen befinden sich die Heizölpreise aktuell auf einem äußerst attraktiven Preisniveau und die Nachfrage der Verbraucher ist belebt. In den kommenden Tagen besteht die Chance, dass die Heizölpreise auch noch weiter runter gehen können. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit gestiegen, dass es im weiteren Wochenverlauf zu einer Gegenbewegung und einer Erholung der Rohölpreise kommen könnte und sich somit heute ein Tiefpunkt bei den Heizölpreisen ausgebildet haben könnte. Wer kein Risiko eingehen will, der findet heute einen sehr guten Kaufzeitpunkt vor und auch sonst macht man bei dem aktuellen Preisniveau mit einer Bestellung derzeit keinen Fehler.

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