Heizölpreise unverändert zum Vortag

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Die Heizölpreise veränderten sich im bundesweiten Durchschnitt kaum gegenüber dem Vortag. Denn die gesunkenen Rohölpreise wurden durch einen schwächeren €uro egalisiert. Auch regional zeigten sich die Heizölpreise recht stabil. So ergaben sich im Vergleich zu gestern in lediglich fünf Bundesländern überhaupt Veränderungen. In Brandenburg, Berlin, Sachsen und Thüringen stiegen die Heizölpreise um gut 0,2 ct/l an. In Baden-Württemberg gingen die Heizölpreise hingegen um 0,2 Cent/Liter zurück. In allen anderen Bundesländern waren keine oder nur minimale Preisunterschiede feststellbar.

Gestern meldete das amerikanische Energieministerium (DOE) einen neuen Rekord bei den US-Rohöllagerbeständen. Diese stiegen mit aktuell 406,7 Mio. Barrel erstmals über die Marke von 400 Mio. Barrel an. Insgesamt belaufen sich die US-Öllager (Rohöl, Heizöl, Diesel und Benzin) auf derzeit knapp 780 Mio. Barrel. Diese Zahlen verdeutlichen erneut die Überversorgung des Weltölmarktes. Auch wenn nun Investitionen in neue Förderprojekte ausbleiben, so besteht aus fundamentaler Sicht im nächsten halben Jahr kein Grund für steigende Rohölpreise. Allerdings sollte man hierbei stets auch bedenken, dass sich Börsenpreise häufig von Fundamentaldaten entkoppeln und man daher nie ganz sicher sein kann, was die kommenden Wochen bringen werden. Auf den heutigen Donnerstag ging die europäische Leitsorte BRENT um 0,4 $/b zurück und stand somit am Morgen mit 48,6 Dollar/Barrel. Am Devisenmarkt fiel der €uro gegen den Dollar wieder deutlich ab, nachdem er sich in den letzten Tagen etwas vom vorherigen Preisrutsch erholen konnte. Der Grund für den Rückgang ging von der gestrigen Sitzung der FED aus, in welcher erneut bekräftigt wurde dass die FED im Laufe des Jahres ihre Leitzinsen erhöhen wird. Darüberhinaus kam die Erholung des €uro in den letzten Tage auch etwas überraschend.

Weiterhin zeigen sich die Vorgaben vom Rohöl- und Devisenmarkt in Summe sehr stabil. Zwar schwankt besonders der €uro-Dollar-Wechselkurs und auch die Rohölpreise bewegen sich leicht auf und ab, in Summe gleichen sich diese Entwicklungen jedoch zumeist aus. Daher könnten die Heizölpreise in den kommenden Tagen nun seitwärts tendieren oder sogar leicht steigen. Die Nachfrage der Verbraucher ist etwas zurückgegangen, so dass die Heizöllieferanten nun etwas Luft bekommen um den großen Auftragsbestand abzuarbeiten. Dennoch muss weiterhin mit längeren Lieferzeiten gerechnet werden.

Zurück