Heizölpreise unterbrechen den Aufwärtstrend

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Auf Dienstag haben die Heizölpreise den seit gut zwei Wochen anhaltenden Aufwärtstrend erstmal unterbrochen und gaben im bundesweiten Durchschnitt um gut 0,4 ct/l nach. Auch regional betrachtet, gaben die Heizölpreise in fast allen Bundesländern nach. Mit 0,7 bis 0,8 ct/l gingen die Preise besonders deutlich in Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen zurück.

Der Grund für die deutlichen Preisnachlässe kam vom Rohölmarkt. Nach der Meldung, dass die irakischen Ölexporte in den letzte Wochen stabil geblieben waren und somit die Angriffe der ISIS bislang kaum Auswirkungen auf die Ölexporte des Iraks hatten, stießen zahlreiche Spekulanten ihre Kontrakte ab und es setzten weitreichende Gewinnmitnahmen ein. Daher gab die europäische Leitsorte BRENT auf Dienstag um 1,4 Dollar je Barrel nach und notierte am Morgen bei 113,8 $/b. Da sich der €urokurs weiterhin sehr stabil gegen den Dollar zeigt, schlugen die sinkenden Rohölpreise auf die Heizölpreise durch. Trotz der heutigen Preisnachlässe bleibt der Irak das Hauptthema am Ölmarkt und sollten sich die dortigen Kämpfe ausweiten, so werden die Risikoaufschläge wohl wieder in die Höhe schnellen.

In den letzten beiden Jahren war der Juni jeweils der günstigste Monat für eine Heizölbevorratung, in diesem Jahr ist er bisher der ungünstigste Monat. Dies zeigt, dass der Heizölmarkt keinen regelmäßigen Zyklen unterliegt und dass Heizölverbraucher stets einen Blick auf die aktuellen Preisentwicklungen haben sollten. Auch in den nächsten Wochen wird es aufgrund der Krisen im Irak und der Ukraine am Ölmarkt voraussichtlich turbulent weitergehen. Ob die Heizölpreise im Herbst nochmal auf das sehr günstige Preisniveau des Frühjahrs zurückkehren werden, muss daher weiterhin bezweifelt werden.

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