Heizölpreise um weitere 0,7 ct/l gestiegen

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Auf den heutigen Montag kletterten die Heizölpreisen im bundesweiten Durchschnitt um knapp 0,7 Cent/Liter. Auch regional waren in allen Bundesländern Preisanstiege zu verzeichnen. Die Geringsten entfielen mit 0,1 bis 0,3 ct/l auf Baden-Württemberg, Bayern und das Saarland bei einer Bestellmenge von 2.000 Liter Heizöl. Am deutlichsten stiegen die Heizölpreise mit rund 1,0 ct/l in Brandenburg und Berlin.

Zum Wochenstart tat sich nicht viel am Ölmarkt. Am Freitag waren die Rohölpreise gestiegen und setzen sich heute auf dem höheren Niveau fest. Auf einen Rückzug von Anlegern, die auf steigende Rohölpreise spekulieren, muss weiter gewartet werden. Man bekommt sogar den Eindruck, dass es dazu nicht mehr kommen könnte, denn die Rohölnotierungen scheinen trotz überversorgtem Weltölmarkt eine sehr attraktive Anlageoption zu sein. Und diese sehr gute Versorgungslage wird weiter anhalten. Es sieht derzeit so aus, als ob die OPEC ihre Fördermengen im April weiter erhöht hat und auch in den USA sind die Fördermengen weiterhin stabil, obwohl die Bohrungen nach Öl um fast 55% seit Jahresbeginn eingebrochen sind. Die Nachfrageseite sieht weltweit recht stabil aus. In der Eurozone entwickelt sich die Konjunktur weiterhin positiv. In den USA sieht es insgesamt noch besser aus. Zwar werden hier und dort immer mal wieder schwächere US-Wirtschaftsdaten veröffentlicht, aber unter dem Strich ist die Entwicklung stabil. Aus China kommen gemischte Aussichten. Der Wirtschaftsboom mit Wachstumsraten von weit über 10% ist beendet, nun will das Land langsamer wachsen. Sollten keine schwerwiegenden politischen oder militärischen Krisen aufkommen, so ist nicht zu erwarten, dass die weltweite Nachfrage nach Öl kurzfristig über dem Angebot liegen wird. Dennoch kletterte die europäische Leitsorte BRENT auf Montag um weitere 0,9 $/b und stand am Morgen bei 66,4 Dollar/Barrel.

Die Nachfrage der Heizölkunden befindet sich weiterhin auf niedrigem Niveau und die auf Jahreshoch befindlichen Heizölpreise machen nicht den Eindruck, dass ein guter Kaufzeitpunkt vorliegt. Allerdings sollte bedacht werden, dass die Rohölpreise an den Börsen nun seit einiger Zeit eine breite Unterstützung finden. Trotz eher preisdrückender Nachrichtenlage kann daher nicht davon ausgegangen werden, dass die Rohölpreise zwangsläufig wieder auf das extrem niedrige Niveau vom Jahresanfang fallen werden. Im Gegenteil ist es sogar nicht unwahrscheinlich, dass die Rohölpreise in der zweiten Jahreshälfte stärker anziehen werden. Bei einer langfristigen Planung für einen günstigen Heizölkauf sollte man daher auch einen Blick auf die Vorjahre werfen um vor Augen zu haben wohin die Heizölpreise in den kommenden Monaten und Jahren wieder klettern werden. Im Vergleich dazu befinden sich die Heizölpreise auf einem attraktiven Preislevel.

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