Heizölpreise um weitere 0,7 Cent/Liter gefallen

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Auch auf den heutigen Donnerstag gaben die Heizölpreise im bundesweiten Durchschnitt um weitere 0,7 Cent/Liter nach. Durch den nun bereits dritten Rückgang in Folge sind die Heizölpreise in dieser Woche schon um 1,7 Cent/Liter bzw. drei Prozent gesunken. Eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl kostet somit bei den tanke-günstig Partnerhändlern im Mittel aktuell 56,55 €uro pro 100 Liter Heizöl. Bei der regionalen Entwicklung der Heizölpreise zeigte sich heute erneut ein einheitliches Bild mit flächendeckenden Preisrückgängen in allen Bundesländern. Auch die Bandbreite der Preisnachlässe lag mit gut 0,5 Cent/Liter in Thüringen bis knapp 0,9 Cent/Liter in Baden-Württemberg recht eng beieinander.

Entwicklungen am Ölmarkt

Kurzfristig hatten die Ölpreise gestern ins Plus gedreht, knüpften dann jedoch an die Gegenbewegung der letzten Tage an und gaben weiter nach. Am heutigen Donnerstagmorgen zeichnete sich im frühen Handel eine Stabilisierung der Ölnotierungen ab, was darauf hindeutet, dass die Phase der breiten Gewinnmitnahmen langsam auslaufen könnte. Insgesamt ging die Nordsee-Ölsorte BRENT auf Donnerstag um weitere 0,8 $/b zurück und wurde am Morgen bei 53 Dollar/Barrel gehandelt. Die US-Ölsorte WTI konnte die 50-Dollar-Marke nicht lange halten und notierte am Donnerstagmorgen bei 49,8 Dollar/Barrel, nachdem sie zuvor um knapp 1,0 $/b nachgegeben hatte.

Entgegen den zuvor gemeldeten US-Öllagerdaten des privaten Institutes API, gab das US-Energieministerium DOE gestern bekannt, dass die Rohöllager in den USA in der vergangenen Woche um 2,3 Mio. Barrel gesunken sind. Für Auftrieb bei den Ölpreisen sorgte diese Nachricht jedoch nicht, weil gleichzeitig die Lager der Ölprodukte (Heizöl, Diesel und Benzin) um 5,9 Mio. Barrel zugelegt hatten. In Summe war daher ein Aufbau der gesamten US-Öllager in Höhe von 3,6 Mio. Barrel auf nunmehr 872 Mio. Barrel zu verzeichnen. Damit zeigt sich bei den amerikanischen Öllagern seit drei Wochen das gleiche Bild. Die Rohöllager gehen zurück, aber weil die Produktelager stärker zulegen, steigen die gesamten Öllagerbestände an.

Gestern wirkte auch noch die Meldung nach, dass die Ölfördermenge der OPEC im November höher war als von Analysten angenommen, was die beschlossene Förderreduzierung zusätzlich erschwert. So lag die OPEC-Ölproduktion laut einer Erhebung von Reuters im November auf einem neuen Rekordniveau in Höhe von 34,2 Mio. Barrel pro Tag. Dies rief sofort wieder die Skeptiker des OPEC-Deals aufs Parkett, sollte aber wohl zunächst nicht überbewertet werden, denn schließlich ist der Beschluss erst eine Woche alt und eine Ölförderung lässt sich nicht von heute auf morgen einstellen. Unterdessen treffen sich Vertreter der OPEC am Wochenende mit weiteren Ölförderländern wie Mexiko und Kasachstan um wohl auch diese zu einer Förderkürzung zu motivieren. So will die OPEC zusätzlich zu der bereits zugesagten russichen Förderreduzierung um 0,3 Mio. Barrel/Tag, wohl eine weitere Kürzung der Ölförderung von Nicht-OPEC-Ländern in Höhe von insgesamt 0,6 Mio. Barrel/Tag erreichen.

Aussicht und Empfehlungen

Nach den massiven Preisanstiegen der zurückliegenden Woche, haben die Heizölpreise in den letzten drei Tagen überraschend deutlich nachgegeben. Dies liegt hauptsächlich daran, dass kurzfristig orientierte Börsenhändler ihre, mit dem rapiden Anstieg der Ölpreise erzielten Gewinne mitnehmen. Dadurch sinken die Rohölpreise und drücken somit auch die Heizölpreise nach unten. Außerdem konnten die Heizölpreise in den letzten Tagen von Währungsgewinnen des €uro profitieren. Wer zurzeit mit dem Gedanken spielt Heizöl zu bestellen, für den kann es sich aktuell wieder lohnen noch etwas zu warten. Langfristig gesehen bleibt es jedoch dabei, dass eine Bestellung noch in diesem Jahr tendenziell günstiger ausfallen wird als im nächsten Jahr.

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