Heizölpreise um weitere 0,5 Cent/Liter gesunken

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Zum Wochenausklang gaben die Heizölpreise im bundesweiten Durchschnitt um weitere gut 0,5 Cent je Liter nach. Regional zeigte sich jedoch ein sehr differenziertes Bild. So kletterten die Heizölpreise in vier Bundesländern in einer größeren Bandbreite zwischen 0,1 bis 0,7 Cent/Liter. Noch größer waren die Unterschiede bei den Preisnachlässen, welche von 0,1 bis 2,1 Cent/Liter reichten. Bei einer Bestellung von 2.000 Litern Heizöl entfielen hierbei die kräftigsten Preisnachlässe in Höhe von 2,1 bzw. 1,7 ct/l auf Baden-Württemberg und Hessen. Am attraktivsten bleiben die Heizölpreise jedoch in Hamburg, wo der durchschnittlicher Heizölpreis der tanke-günstig Partnerhändler aktuell bei sehr günstigen rund 53 Cent/Liter liegt. Aber auch in Schleswig-Holstein sind die Heizölpreise mit derzeit 53,9 ct/l sehr attraktiv. Hier zahlen Kunden bei einer Bestellmenge von 3.000 Litern schwefelarmen Heizöls im Durchschnitt derzeit nur 1.617,00 €uro inklusive MwSt. und aller weiteren Kosten.  

Gestern blieb eine Erholung der Rohölpreise weiterhin aus. Zwar legte die US-Sorte WTI nach dem gestrigen 6,5-Jahres-Tief leicht zu. Die für die hiesigen Heizölpreise relevantere europäische Leitsorte BRENT gab auf den heutigen Freitag jedoch um weitere 0,9 $/b nach und notierte am Morgen bei 46 Dollar je Barrel. Weiterhin ist der Weltölmarkt überversorgt, denn das Angebot wird durch weiter steigende Fördermengen der wichtigen Ölexportländer hoch gehalten und die globale Nachfrage schwächelt aufgrund von mäßigen Konjunkturaussichten. Besonders die schwächelnde Wirtschaft beim größten Ölkonsumenten der Welt -China- lastet derzeit auf den Ölpreisen. Hier wurde zuletzt bekannt, dass die Stimmung chinesischer Unternehmer auf den tiefsten Stand seit März 2009 gefallen ist. Die eingetrübten Wirtschaftsaussichten und ein in Aussicht stehendes wachsendes Angebot auf dem Weltölmarkt, besonders bedingt durch steigende Ölexporte des Iran, haben die Rohölpreise aktuell noch unter die extrem niedrigen Januar-Notierungen und somit auf das niedrigste Preislevel seit 2009 fallen lassen. Gleichzeitig konnte der €uro am Devisenmarkt sprunghaft gegen den US-Dollar zulegen und auf ein neues 2-Monats-Hoch klettern. In Summe ergeben sich daher für die heimischen Heizölverbraucher zurzeit beste Vorgaben für günstige Heizölpreise.

Dementsprechend befinden sich die Heizölpreise auch auf einem sehr attraktiven Preislevel. So waren die Heizölpreise in den vergangenen sechs Jahren lediglich an einigen wenigen Tagen noch günstiger als heute. Ein weiterer Rückgang der Heizölpreise ist in den nächsten Tagen nicht ausgeschlossen, allerdings muss nach dem zuletzt massiven Preissturz nun noch eindringlicher mit einer Gegenreaktion am Ölmarkt gerechnet werden und auch der €uro wird von seinem derzeitigen 2-Monats-Hoch eher nachgeben. Daher empfehlen wir nicht zu lange zu spekulieren und den aktuell sehr guten Kaufzeitpunkt zu nutzen. Die Nachfrage der Verbraucher ist ungebrochen auf einem sehr hohen Niveau, so dass es teilweise auch zu längeren Lieferzeiten kommen kann.

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