Heizölpreise um weitere 0,4 Cent/Liter gesunken

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Nachdem die Heizölpreise gestern kräftig nachgegeben hatten, war auf den heutigen Mittwoch wieder ein leichter Preisrückgang zu verzeichnen. Im bundesweiten Durchschnitt gingen die Heizölpreise der tanke-günstig Partnerhändlern um weitere 0,4 Cent/Liter zurück. Bei der regionalen Betrachtung zeigte sich allerdings ein uneinheitliches Bild. So kletterten die Heizölpreise in Brandenburg, Berlin, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen um rund 0,2 Cent/Liter. In allen anderen Bundesländern war hingegen ein Rückgang feststellbar. So gingen die Heizölpreise bei einer Bestellung von 2.000 Litern in Baden-Württemberg, Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein um rund 0,7 ct/l zurück. Der deutlichste Preisnachlass entfiel jedoch mit gut 1,3 Cent je Liter Heizöl auf Bayern.

Obwohl der gestrige Handelstag fast ohne Neuigkeiten verlief, war in Summe ein ordentlicher Rückgang der Rohölpreise zu verzeichnen. Hierfür verantwortlich war die weiterhin bärische Grundstimmung am Ölmarkt, welche sich aus der Griechenland-Krise, der Flucht der Spekulanten in risikoarme Anlagen, des wieder aufstrebenden US-Ölmarktes, der global weiterhin schwächelnden Nachfrage, der bestehenden Überversorgung und der Aussicht auf ein weiter zunehmendes Ölangebot ergibt. Zwar wurden die Verhandlungen mit dem Iran nach dem Verstreichen der gestrigen Frist erneut verlängert, aber insgesamt sind alle Verhandlungspartner weiterhin positiv gestimmt, dass in naher Zukunft ein für alle Seiten gutes und bindendes Abkommen erzielt werden kann. Und so verzeichnete die europäische Leitsorte BRENT auf den heutigen Mittwoch erneut einen spürbaren Rückgang um 0,8 $/b und stand am Morgen bei 56,3 Dollar/Barrel. Die US-Sorte WTI bewegt sich sogar wieder auf die 50 $/b-Marke zu, weil vorläufige Daten zu den US-Öllagern einen erneuten Aufbau erwarten lassen. Da sich auch am dritten Tag nach dem griechischen "Nein" keine Reaktion am Devisenmarkt einstellte und sich der €uro somit weiterhin stabil gegen den Dollar hält, kamen die gesunkenen Rohölnotierungen zu weiten Teilen bei hiesigen Heizölpreisen an.

Die Heizöl-Nachfrage ist im Wochenverlauf leicht zurückgegangen. Viele Verbraucher warten ab und spekulieren auf die Ausbildung eines neuen Preistals. Die aktuelle Marktlage würde einen weiteren Preisrückgang zulassen, allerdings kann auch davon ausgegangen werden, dass jede noch so kleine bullische Meldung an den Börsen genutzt werden wird um eine "Erholung" der Ölpreise anzustoßen. Dies konnte gestern bereits nach der Veröffentlichung des Monatsreports des US-Energieministerium beobachtet werden. Als in diesem die Prognose der Ölnachfrage nach oben korrigiert wurde, legten die Ölnotierungen zu. Daher empfehlen wir die zurzeit sehr günstigen Heizölpreise für eine frühzeitige Winterbevorratung zu nutzen.

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