Heizölpreise um weitere 0,4 Cent/Liter gestiegen

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Nachdem die Heizölpreise gestern bereits leicht gestiegen waren, legten sie auch auf den heutigen Mittwoch im bundesweiten Durchschnitt um weitere 0,4 Cent/Liter zu. Bei der regionalen Betrachtung zeigte sich ein recht einheitliches Bild. So waren in keinem Bundesland Preisnachlässe zu verzeichnen. Lediglich in Nordrhein-Westfalen veränderten sich die Heizölpreise im Vergleich zu gestern nicht. In allen anderen Bundesländern kletterten die Heizölpreise, bei einer Bestellung von 2.000 Litern, in einer Bandbreite von 0,1 bis 0,7 Cent/Liter. Die kräftigsten Anstiege entfielen hierbei auf die tanke-günstig Partnerhändler in Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein.

Der gestrige Handelstag verlief unspektakulär. Zwar standen eine Reihe von Konjunkturdaten an, diese fielen jedoch größtenteils im Rahmen der Erwartungen aus und so richtete sich der Blick auf die vorläufigen Öllagerdaten des American Petroleum Institute. Nachdem die Ölnotierungen den gesamten Handelstag nach unten tendierten, sorgten die API-Zahlen am Abend für einen Sprung nach oben, da diese einen Rückgang der US-Öllager auswiesen. Wie erwartet wurde die API-Meldung von Anlegern gerne aufgenommen und für einen Preisanstieg genutzt. Lange hielt dieser jedoch nicht an, da erneut schlecht ausgefallene Konjunkturdaten aus China die Ölpreise heute Morgen wieder unter Druck setzten. In Summe war auf den heutigen Mittwoch jedoch ein Anstieg der europäischen Leitsorte BRENT um 0,6 $/b zu verzeichnen, so dass BRENT am Morgen bei 49,1 Dollar/Barrel gehandelt wurde. Am Devisenmarkt setzte der €uro seine Talfahrt der letzten Tage fort. Zwar wurde die Zinswende in den USA voraussichtlich um ein paar Wochen verschoben, die diese aber mit hoher Wahrscheinlichkeit noch in diesem Jahr kommen wird, lastet sie auf der Gemeinschaftswährung. Außerdem hat die EZB zuletzt angekündigt weitere Maßnahmen im Rahmen ihrer expansive Geldpolitik durchzuführen, wie z.B. zusätzliche Anleihekäufe.

Die rege Heizöl-Nachfrage hält weiterhin an. Viele Verbraucher nutzen das aktuell günstige Preislevel für eine frühzeitige Winterbevorratung. Dies ist auch verständlich, denn abgesehen von den Rekord-Niedrigpreisen von Ende August und Mitte Januar, befinden sich die Heizölpreise aktuell auf einem der niedrigsten Stände der vergangenen sechs Jahre. Zudem deuten die Aussichten nicht auf deutlich sinkende Heizölpreise hin. Ein sprunghafter Anstieg muss allerdings ebenso wenig befürchtet werden, so lange die Nachrichtenlage so entspannt bleibt wie in den letzten Tagen. Aufgrund des unter Druck stehenden €urokurses und der leicht preisstützenden Stimmung am Ölmarkt, rechnen wir insgesamt mit einer Seitwärtsbewegung der Heizölpreisen mit leichter Tendenz nach oben.

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