Heizölpreise um weitere 0,3 ct/l gesunken

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Zur Wochenmitte gaben die Heizölpreise im bundesweiten Durchschnitt um weitere knapp 0,3 Cent je Liter nach. Regional zeigte sich ebenfalls ein sehr einheitliches Bild. Lediglich in Niedersachsen zogen die Preise, bei einer Bestellung von 2.000 Litern Heizöl, um gut 0,6 ct/l an. In zwölf Bundesländern gaben die Heizölpreise nur leicht um bis zu 0,2 Cent/Liter nach. Die kräftigsten Preisnachlässe in Höhe von 0,8 bzw. 1,1 ct/l entfielen auf Baden-Württemberg und Bayern. Am attraktivsten sind die Heizölpreise zurzeit in Schleswig-Holstein, wo der durchschnittlicher Heizölpreis der tanke-günstig Partnerhändler aktuell bei sehr günstigen rund 51,7 Cent/Liter liegt.

Auch gestern bewegten sich die Rohölpreise weiter nach unten, stabilisierten sich jedoch im heutigen frühen Handel. Weiterhin ist der Weltölmarkt überversorgt, denn das Angebot wird durch steigende Fördermengen der wichtigen Ölexportländer hoch gehalten und die globale Nachfrage schwächelt aufgrund von mäßigen Konjunkturaussichten. Besonders die schwächelnde Wirtschaft in China lastet derzeit auf den Ölpreisen. Gestern fielen zudem die jüngsten US-Konjunkturdaten enttäuschend aus und setzten die Ölpreise weiter unter Druck. So gab die europäische Leitsorte BRENT auf den heutigen Mittwoch um weitere 0,3 $/b nach und notierte am Morgen bei 46,9 Dollar je Barrel. Damit haben die eingetrübten US-Wirtschaftsaussichten und ein in Aussicht stehender starker Anstieg der Ölexporte des Iran, die Rohölpreise aktuell auf ein neues 6-Wochen-Tief fallen lassen. Gleichzeitig konnte sich der €uro gegen den US-Dollar recht stabil halten, so dass die gesunkenen Rohölpreise vollständig an die hiesigen Heizölverbraucher weiter gereicht wurden. Neben den sehr niedrigen Ölpreisen scheint sich derzeit auch die Lage am Devisenmarkt leicht zu entspannen, denn wegen des anhaltend billigen Öls geht die Inflation auch in den USA nach unten. Dies könnte dazu führen, dass die US-Notenbank FED die geplante Zinserhöhung doch noch in das kommende Jahr verschiebt, obwohl die US-Wirtschaft insgesamt gesehen recht gut dasteht und sich der US-Arbeitsmarkt positiv entwickelt hat. Heute tagt die FED und bis zur Bekanntgabe ihrer weiteren Vorgehensweise werden sich Anleger an den Devisen- und Aktienmärkten wohl eher zurückhalten.

In den vergangenen drei Wochen sind die Heizölpreise um 8,5 Prozent bzw. rund 5 Cent/Liter gefallen. Dementsprechend befinden sich die Heizölpreise auch auf einem sehr attraktiven Preislevel. So waren die Heizölpreise in den vergangenen sechs Jahren lediglich an einigen wenigen Tagen noch günstiger als heute. Ein weiterer Rückgang der Heizölpreise ist in den nächsten Tagen nicht ausgeschlossen, allerdings ist der Spielraum nach unten begrenzt. Zwar ist auch das Risiko auf sprunghaft anziehende Heizölpreise gering, dennoch empfehlen wir die aktuelle Niedrigpreisphase für eine Bestellung zu nutzen und die Preisnachlässe der letzten Tage mitzunehmen. Die Nachfrage der Verbraucher ist aktuell wieder überdurchschnittlich hoch, so dass es bei einigen Heizölhändlern zu längeren Lieferzeiten kommen kann.

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