Heizölpreise um leichte 0,2 Cent/Liter gestiegen

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Zum Wochenausklang legten die Heizölpreise leicht zu. So kletterten die Heizölpreise im bundesweiten Durchschnitt um knapp 0,2 Cent/Liter und standen somit am Freitagmorgen bei 55,38 €uro pro 100 Liter Heizöl. Bei der regionalen Betrachtung der Heizölpreise waren heute nur leichte Preisbewegungen feststellbar. In Baden-Württemberg, Bayern und dem Saarland waren dabei minimale Preisrückgänge in Höhe von 0,1 Cent/Liter zu verzeichnen. In fast allen anderen Bundesländern legten die Heizölpreise jedoch um rund 0,2 Cent/Liter zu. Etwas deutlicher kletterten die Heizölpreise in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt, wo mit 0,4 bis 0,5 Cent/Liter die kräftigsten Preisanstiege zu verzeichnen waren.

Entwicklungen am Ölmarkt

Nach den Rückgängen der letzten Tage sind die Ölpreise am gestrigen Handelstag leicht gestiegen. Insgesamt legten die beiden Rohölleitsorten BRENT und WTI auf Freitag um knapp 0,4 $/b zu. Die europäische Ölsorte BRENT notierte somit am Freitagmorgen bei 50,5 Dollar/Barrel und die US-Ölsorte WTI wurde mit 49,7 Dollar/Barrel weiterhin unter der 50-Dollar-Marke gehandelt. Trotz des heutigen Preisanstieges haben die Ölpreise auf Wochensicht gesehen um rund einen Dollar je Barrel nachgegeben und sind somit zum ersten Mal seit September innerhalb von Woche gesunken.

Die gestrigen Kursgewinne waren auf Medienbericht zurückzuführen, nach denen Saudi-Arabien und weitere Golfstaaten bereit seien eine Kürzung der eigenen Ölförderung um bis zu vier Prozent vorzunehmen. Unter welchen Bedingungen dies geschehen soll blieb zwar offen, dennoch wurde die Aussage als Zeichen dafür gewertet, dass es die OPEC ernst meint mit der beschlossenen Förderobergrenze. So betonte auch der Generalsekretär des Ölkartells, dass alle Mitgliedsstaaten "maximale Flexibilität" bei den anstehenden Verhandlungen zeigen sollten, damit eine Einigung bei den bis Ende November festzulegenden, verbindlichen Förderquoten für alle OPEC-Mitglieder herbeigeführt werden kann. Trotz der jüngsten Äußerungen bleiben die Zweifel am Ölmarkt jedoch hoch, dass die OPEC und Russland eine Begrenzung der Fördermenge umsetzen können, denn weiterhin erwarten einige OPEC-Staaten, dass sie von einer gemeinsamen Förderbegrenzung ausgenommen werden.

Der Iran will seine Ölförderung erst wieder mindestens auf das Niveau von vor dem westlichen Ölembargo anheben, der Irak braucht die finanziellen Mittel aus dem Ölverkauf um die Terrormiliz IS auf dem Land zu vertreiben, Venezuela muss eine Staatspleite abwenden und auch Nigeria benötigt dringend das Geld aus dem Ölverkauf. Eine Förderreduktion innerhalb der OPEC könnte daher vor allem an einigen wichtigen Mitgliedern hängen bleiben. Da aber auch die OPEC-Mitglieder untereinander im Wettbewerb um Marktanteile stehen, wird eine Umsetzung der Förderobergrenze sehr schwierig werden, wenn die größten OPEC-Staaten keine Marktanteilverluste hinnehmen wollen.

Aussicht und Empfehlungen

Die Ölpreise suchen zurzeit nach einer Richtung. Nach dem OPEC-Beschluss zur Förderobergrenze wurden die Ölnotierungen erstmal auf ein höheres Preislevel gehievt. Ob dieses gehalten werden kann hängt nun wesentlich davon ab, ob die OPEC ihren Worten auch Taten folgen lassen kann. Sollte das Ölkartell mit der Umsetzung der Förderobergrenze scheitern, so dürften die Rohöl- und Heizölpreise wieder sinken, was nach den jüngsten Meldungen etwas wahrscheinlicher zu sein scheint. Wer jedoch weniger Freude am Spekulieren hat, der kann das aktuelle Preisniveau bedenkenlos für eine Winterbevorratung nutzen.

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