Heizölpreise um kräftige 1,4 Cent/Liter gesunken

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Zur Wochenmitte sind die Heizölpreise kräftig gesunken. Im bundesweiten Durchschnitt gingen die Preise für Heizöl um kräftige 1,4 Cent/Liter zurück. Mit aktuell 53,09 €uro pro 100 Liter Heizöl, kostet eine Bestellung von 2.00 Litern Heizöl bei den tanke-günstig Partnerhändlern zurzeit so wenig wie seit einem Monat nicht mehr. Bei der regionalen Betrachtung der Heizölpreise zeigte sich heute ein einheitliches Bild mit flächendeckenden Preisrückgängen in nahezu allen Bundesländern. Lediglich in Bayern, wo die Heizölpreise bereits gestern spürbar gesunken waren, verharrten die Preise heute auf dem Vortagesniveau. In allen andern Bundesländern waren teilweise massive Preisrückgänge zu verzeichnen. Die kräftigsten Preisnachlass entfielen mit 1,9 bis 2,4 Cent/Liter auf die Heizölhändler in Hessen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz.

Entwicklungen am Ölmarkt

Die Ölpreise haben am Dienstag deutlich nachgegeben und setzten ihre Talfahrt auch heute Morgen im frühen Handel weiter fort. Insgesamt gab die europäische Ölsorte BRENT auf Mittwoch um 1,2 $/b nach und wurde am Morgen bei 47,9 Dollar/Barrel gehandelt. Die US-Ölsorte WTI gab nach den kräftigen Preisrückgängen der letzten Tage um weitere gut 0,8 $/b nach und stand mit 46,4 Dollar/Barrel am Mittwochmorgen auf dem tiefsten Stand seit Ende September.

Am gestrigen Handelstag gab es eine ganze Reihe von preisdrückenden Meldungen. Neben der seit Wochen bestehenden, großen Skepsis ob die OPEC eine Einigung auf eine verbindliche Förderobergrenze tatsächlich erreichen kann, sorgten gestern Meldungen zu den Ölförderdaten im Oktober und den US-Öllagerbeständen für weiteren Preisdruck. So wurde bekannt, dass die Fördermenge der OPEC im Oktober auf ein neues Rekordhoch gestiegen ist, was Hinweise darauf zu geben scheint, wie ernst es dem Ölkartell mit der Förderkürzung ist. Darüber hinaus wurde wohl auch die Ölförderung in Russland im Oktober auf ein neues Rekordhoch gesteigert und in den USA verkündete das private American Petroleum Institute, dass die US-Rohöllager um massive 9,3 Mio. Barrel zugelegt haben sollen. Sollte das US-Energieministerium diese Zahlen heute Nachmittag bestätigen, dann löst sich auch der letzte Indikator auf, der in den letzten Wochen für einen Rückgang des Überangebots an Rohöl gesprochen hat.

Die weitere Preisentwicklung hängt nun stärker denn je von den Fortschritten ab, die die OPEC bei der geplanten Förderbegrenzung erzielt. Einige wichtige OPEC-Staaten erwarten weiterhin, dass sie von einer gemeinsamen Förderbegrenzung ausgenommen werden. Der Iran hat nach eigenen Angaben keine Pläne zur Begrenzung der eigenen Ölfördermenge und der Irak führt weiterhin an, dass man die finanziellen Mittel aus dem Ölverkauf brauche um die Terrormiliz IS auf dem Land zu vertreiben. Bis Ende November sollen verbindlichen Förderquoten für alle OPEC-Mitglieder festgelegt werden. Da eine Förderreduktion innerhalb der OPEC aber vor allem an einigen wichtigen Mitgliedern hängen bleiben könnte, wird eine Umsetzung der Förderobergrenze sehr schwierig werden.

Aussicht und Empfehlungen

Die Rohölpreise sind in den letzten Tagen deutlich unter Druck geraten und haben dementsprechend auch die Heizölpreise mit nach unten gezogen. Einiges spricht dafür, dass sich diese Abwärtstendenz in den kommenden Tagen fortsetzen könnte, denn es scheint der OPEC wohl nicht zu gelingen die beschlossene Förderobergrenze tatsächlich umzusetzen. Dies verunsichert Börsenhändler und wird zur Folge haben, dass die Überversorgung am Weltölmarkte wohl doch noch länger anhalten wird. Die Ölpreise könnten daher in den kommenden Tagen wieder auf das Preislevel von Mitte September fallen. Die Aussichten auf weiter sinkende Heizölpreise sind daher ebenfalls vielversprechend.

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