Heizölpreise um kräftige 1,1 Cent/Liter gefallen

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Den Vorgaben vom Rohölmarkt folgend, sind die Heizölpreise auf den heutigen Dienstag kräftig gefallen. Im bundesweiten Durchschnitt war ein Rückgang um gut 1,1 Cent/Liter zu verzeichnen. Damit kostet eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl, bei den tanke-günstig Partnerhändlern im Mittel aktuell 60,27 €uro pro 100 Liter.

Auch bei der regionalen Betrachtung der Heizölpreise waren heute in den meisten Bundesländern deutliche Preisrückgänge feststellbar. Am kräftigsten gaben die Heizölpreise mit knapp 1,6 Cent/Liter in Nordrhein-Westfalen nach. Aber auch in Brandenburg, Berlin, Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Sachsen und Thüringen waren Preisnachlässe in Höhe von 1,3 bis 1,5 Cent/Liter zu verzeichnen. Am geringsten fiel der Rückgang der Heizölpreise mit gut 0,2 Cent/Liter in Baden-Württemberg und Bayern aus, wo jedoch Morgen mit weiteren Preisnachlässen gerechnet werden kann.

 

Aussicht und Empfehlungen

Mit durchschnittlich 60,3 Cent/Liter sind die Heizölpreise heute auf den tiefsten Stand seit zwei Wochen gesunken. Wenn man zurzeit Heizöl benötigt, dann könnte es sich durchaus lohnen diesen Preisrückgang mitzunehmen, denn tendenziell lässt die Stimmung am Ölmarkt in den kommenden Wochen und Monaten eher Preisanstiege erwarten.

Auch wenn die Schieferölförderung in den USA wieder an Schwung aufnimmt und die Produktionskürzungen in einigen Ölförderländern bisher nicht den Erwartungen entsprechen, so ist derzeit bei den wichtigsten OPEC-Ländern schon der Wille zur Umsetzung der beschlossenen Förderreduzierung erkennbar. Zudem sind die Konjunkturaussichten in den USA, China und Europa zurzeit eher positiv, was eine höhere Ölnachfrage erwarten lässt.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

 

Die Ungewissheit ob die OPEC und auch Russland ihre selbst gesteckten Ziele bei der Förderreduzierung umsetzen werden, sorgte am gestrigen Handelstag dafür dass die Ölpreise deutlich nachgaben. So werden die Erwartungen einiger Händler im Bezug auf die Geschwindigkeit und die Höhe der Produktionskürzungen anscheinend nicht erfüllt.

Es wird darauf verwiesen, dass der Irak im Dezember seine Ölexporte auf ein Rekordhoch gesteigert hat und dass die russische Förderkürzung bisher nur ein Drittel der zugesagten Menge entspricht. Zudem haben die OPEC-Mitglieder Libyen und Iran ihre Ölförderung ausgeweitet. Zwar sind die beiden Länder vom Kürzungsbeschluss ausgenommen, dennoch muss das dadurch erhöhte Angebot auf dem Weltölmarkt zusätzlich kompensiert werden.

Außerdem wurden die Ölpreise dadurch belastet, dass die Investitionsbereitschaft in neue Ölförderanlagen seit einem halben Jahr weltweit spürbar angezogen ist. Besonders in den USA macht sich dies an der Anzahl der aktiven Ölbohrungen bemerkbar, die laut der Ausrüsterfirma Baker Hughes auf den höchsten Stand seit über einem Jahr gestiegen ist. In den USA wird unter dem neuen Präsidenten Trump und Außenminister Tillerson zudem eine politische Unterstützung der Ölindustrie erwartet.

Trotz dieser preisdrückenden Nachrichten haben sich die Ölpreise am Dienstag im frühen Handel bereits wieder stabilisiert. Obwohl unter Anlegern weiterhin Skepsis herrscht, ob die beschlossene Förderkürzung vollumfänglich umgesetzt werden wird, so kann die Stimmung am Ölmarkt von der Tendenz eher bullisch eingeschätzt werden. So haben mit Katar, Irak und Saudi-Arabien bereits drei wichtige OPEC-Länder Förderkürzungen ihren Kunden bereits geringere Exportmengen angekündigt und das Ölkartell scheint nach Jahren der Uneinigkeit, insgesamt gewillt zu sein die beschlossene Produktionskürzung umzusetzen.

Dennoch notierten die beiden Rohöl-Leitsorten BRENT und WTI am heutigen Dienstagmorgen rund 1,7 Dollar/Barrel leichter als gestern. BRENT wurde dementsprechend am Morgen bei 55 $/b und WTI bei 52 Dollar/Barrel gehandelt.

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