Heizölpreise um gut 0,5 Cent/Liter gesunken

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Zur Wochenmitte haben die Heizölpreise den Aufwärtstrend der letzten Tage erstmal unterbrochen und sind im bundesweiten Durchschnitt um gut 0,5 Cent/Liter gesunken. Eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl kostet somit bei den tanke-günstig Partnerhändlern im Mittel aktuell 59,12 €uro pro 100 Liter Heizöl.

Bei der regionalen Entwicklung der Heizölpreise zeigte sich heute ein einheitliches Bild mit flächendeckenden Preisrückgängen in allen Bundesländern. In den meisten Bundesländern lagen die Preisnachlässe dabei zwischen 0,4 und 0,6 Cent/Liter. Die geringsten Preisrückgänge lagen bei gut 0,2 Cent/Liter  und entfielen auf Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Die größten Preisrückgänge waren hingegen mit 0,8 bis 1,1 Cent/Liter in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland zu verzeichnen.

 

Aussicht und Empfehlungen

Neben der insgesamt besseren Stimmung an den Aktienmärkten, sorgte der Schulterschluss zwischen der OPEC und wichtigen Förderländern außerhalb der OPEC bei der angestrebten Angebotsverknappung auf dem Weltölmarkt dafür, dass die Ölpreise zum Wochenstart kräftig anzogen. Im weiteren Wochenverlauf setzte dann eine Gegenbewegung ein und am Markt wurden wieder die Stimmen der Skeptiker lauter, die an einer tatsächlichen Umsetzung des OPEC-Beschlusses zweifeln.

Klar ist, dass die OPEC ihren Worten in den kommenden Wochen und Monaten auch eindeutige Taten folgen lassen muss, um die Ölpreise auf einem höheren Preislevel zu halten. Sollte dies dem Ölkartell gelingen, so könnte die Überversorgung des Weltölmarktes im kommenden Jahr ein Ende finden und die Ölpreise werden weiter steigen. Es besteht daher ein nicht unerhebliches Risiko, dass eine Heizöl-Bestellung im kommenden Jahr deutlich teurer werden könnte als noch in diesem Jahr.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

Nachdem die Ölpreise zum Wochenstart auf den höchsten Stand seit Sommer 2015 geklettert waren, gaben sie im weiteren Handelsverlauf spürbar nach. So waren auch gestern und heute Morgen im frühen Handel weitere Preisrückgänge zu verzeichnen. Insgesamt ging die Nordsee-Ölsorte BRENT um rund 0,5 $/b zurück und notierte somit am Mittwochmorgen bei 55,2 Dollar/Barrel. Die US-Ölsorte WTI sank um 0,3 $/b und wurde dementsprechend am Mittwochmorgen bei 52,5 Dollar/Barrel gehandelt. Neben den beiden Rohölleitsorten war auch beim gemittelten Ölpreis der OPEC ein Rückgang zu verzeichnen, nachdem dieser am Montag mit 53,2 Dollar/Barrel auf den höchsten Stand seit 17 Monaten gestiegen war.

Der Preisanstieg vom Wochenbeginn hatte darauf beruht, dass es der OPEC am Wochenende gelungen war weitere Ölförderländer davon zu überzeugen sich an der kürzlich beschlossenen Förderreduzierung des Ölkartells zu beteiligen. Neben der wichtigsten Nicht-OPEC-Ölfördernation Russland werden nun zwölf weitere Länder ihre Ölförderung in den kommenden Monaten drosseln. Insgesamt haben sich nun 20 Ölförderländer zusammengeschlossen, die im Laufe des ersten Halbjahres 2017 in Summe rund 1,8 Mio. Barrel pro Tag weniger Rohöl auf den Weltölmarkt bringen wollen.

Zuletzt wurden jedoch wieder die Stimmen derjenigen lauter, die daran zweifeln, dass sich die Förderländer an die beschlossene Förderkürzung halten werden. Da einige Beispiele für ein solches nachträgliches Scheitern in der jüngeren Vergangenheit zu finden sind, bleiben viele Marktbeobachter skeptisch. Allerdings hat die OPEC, im Zusammenschluss mit weiteren Förderländern, in den letzten Monaten eine erstaunliche Handlungsfähigkeit und auch einen ausgeprägten Umsetzungswillen demonstriert, weshalb die Internationale Energieagentur (IEA) nun davon ausgeht, dass die Überversorgung des Ölmarktes bereits in der ersten Jahreshälfte 2017 zu Ende sein wird, wenn alle Ölförderländer die besprochenen Produktionsziele schnell umsetzen werden.

Aus den USA kamen in der bisherigen Woche eher preisstützende Impulse. Neben dem erneuten Anstieg der aktiven US-Ölbohranlagen, rechnen Analysten mit einem Rückgang der US-Öllager. Allerdings hat das private American Petroleum Institute (API) gestern einen deutlichen Anstieg der US-Rohölreserven gemeldet. Daher wartet der Handel auf die heute Nachmittag anstehenden, offiziellen Öllagerdaten des Department of Energy (DOE).

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