Heizölpreise um 0,8 ct/l gesunken

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Weiterhin schwanken die Heizölpreise um die Marke von 60 Cent/Liter herum. Nach dem stetigen Auf und Ab der letzten Tage war heute wieder ein Preisrückgang an der Reihe. Mit knapp 0,8 Cent/Liter im bundesweiten Durchschnitt fiel der Rückgang der Heizölpreise auf den heutigen Donnerstag jedoch etwas kräftiger aus. Eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl kostet somit im Mittel aktuell 59,39 €uro pro 100 Liter.

Bei der regionalen Betrachtung der Heizölpreis-Entwicklung waren heute in fast allen Bundesländern Preisnachlässe zu verzeichnen. Lediglich in Bayern legten die Heizölpreise um leichte 0,1 Cent/Liter zu. Der mit Abstand kräftigste Preisrückgang war mit 3,1 Cent/Liter im Saarland zu verzeichnen, gefolgt von Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein, wo die Heizölpreise um gut 1,3 Cent/Liter zurückgingen.

 

Aussicht und Empfehlungen

An den Aussichten hat sich im bisherigen Wochenverlauf nichts geändert. Die Heizölpreise scheinen sich auf dem höheren Preislevel von rund 60 Cent/Liter einzupendeln. Am Ölmarkt überwiegen dabei an einem Tag leicht die preisdrückenden und dann wieder die preistreibenden Impulse. Unterm Strich sind die Erwartungen der Händler im Hinblick auf die OPEC-Förderkürzung am Ölmarkt eingepreist. Auch die US-Zinsanhebung und der dadurch weiter an Wert zulegende Dollarkurs sind berücksichtigt und haben sich spürbar hemmend auf eine mögliche Jahresschlussrally bei den Ölpreisen ausgewirkt.

Längerfristig betrachtet bleibt es jedoch dabei, dass das Überangebot auf dem Weltölmarkt im ersten Halbjahr 2017 abgebaut werden könnte, wenn die OPEC ihren Worten in den kommenden Wochen und Monaten Taten folgen lässt. Dann werden die Ölpreise weiter steigen und es besteht daher ein nicht unerhebliches Risiko, dass eine Heizöl-Bestellung im kommenden Jahr deutlich teurer werden könnte als noch in diesem Jahr.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

 

Die Ölpreise suchen zurzeit nach einer Richtung und bewegen sich dementsprechend an einem Tag rauf und am nächsten Tag wieder runter. Nach dem letzten leichten Preisanstieg drehten die Ölpreise gestern wieder ins Minus und auch heute Morgen im frühen Handel setzte sich der Preisrückgang weiter fort. Insgesamt gaben die beiden Rohöl-Leitsorten jeweils um gut 1,1 Dollar/Barrel nach. Die Nordsee-Ölsorte BRENT notierte somit am Donnerstagmorgen bei 54,5 Dollar/Barrel und die US-Ölsorte WTI wurde bei 52,5 Dollar/Barrel gehandelt.

Am gestrigen Handelstag wurden die Ölpreise durch die offiziellen US-Öllagerdaten des amerikanischen Energieministeriums belastet. Denn laut DOE war ein überraschender Aufbau der Rohöllagerbestände in Höhe von 2,2 Mio. Barrel zu verzeichnen, obwohl im Vorfeld allgemein mit einem Abbau der Rohöllager gerechnet wurde. Allerdings sind die Lager der Ölprodukte (Heizöl, Diesel und Benzin) in der vergangenen Woche um deutliche 3,7 Mio. Barrel gesunken, nachdem sie in den vorherigen fünf Woche um mehr als 16 Mio. Barrel zugelegt hatten. Zudem ist die Auslastung der Raffinerien gesunken, was verdeutlicht, dass der Aufbau der Rohöllagerbestände lediglich auf eine geringe Produktion von Ölprodukten zurückzuführen ist und keine steigende Angebotslage auf dem Weltölmarkt wiederspiegelt.

Grundsätzlich richtet sich der Fokus der Anleger weiterhin auf zwei Themengebiete. Einerseits  halten Händler die weiteren Entwicklungen bei der Umsetzung der von insgesamt 20 Ölförderländern beschlossenen Förderkürzung im Blick, denn der jüngste Anstieg der Ölpreise beruht ausschließlich darauf, dass an der Börse auf einen spürbaren Rückgang des Angebotes auf dem Weltölmarkt spekuliert wird. Um die Ölpreise also weiterhin zu stützen, müsste in einigen Ländern in den kommenden Wochen und Monaten ein spürbarer Rückgang verzeichnet werden. Zwar haben einige Förderländer ihren Kunden bereits geringere Liefermengen zu Beginn des kommenden Jahres angekündigt, dennoch bleibt die Spannung groß, in welchem Umfang das Angebot auf dem Weltölmarkt zum Jahresbeginn zurückgehen wird.

Auf der anderen Seite richtet sich der Blick auf die USA, wo eine ganze Branche bereit steht, den zuletzt ins Stocken geratenen Boom bei der Schieferölförderung wieder aufleben zu lassen. Besonders unter dem neuen Präsidenten Trump und dem ExxonMobil Chef Rex Tillerson als zukünftigen Außenminister hoffen viele US-Ölförderer auf ein gutes Jahr 2017. Die Investitionen in US-Ölförderprojekte und auch die Bohraktivitäten sind in den letzten Wochen bereits spürbar gestiegen.

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