Heizölpreise um 0,7 Cent/Liter gesunken

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Zum Start der neuen Woche sind die Heizölpreise im bundesweiten Durchschnitt um 0,7 Cent/Liter gesunken. Eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl kostet somit im Durchschnitt bei den tanke-günstig Partnerhändlern aktuell 55,35 €uro pro 100 Liter. Bei der regionalen Betrachtung der Preisentwicklung waren heute fast in allen Bundesländern Preisnachlässe zu verzeichnen. Lediglich im Saarland verharrten die Preise auf dem Niveau von Freitag und in Baden-Württemberg und Bayern legten die Heizölpreise um 0,4 bzw. 0,8 Cent/Liter zu. Mit 1,1 bis 1,3 Cent/Liter entfielen die kräftigsten Preisrückgänge jedoch gleich auf neun Bundesländer, die da wären Brandenburg, Berlin, Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein, Sachsen und Thüringen.

Entwicklungen am Ölmarkt

Am Freitag haben die Ölpreise ihren Höhenflug der vergangenen Tage gestoppt und sind leicht zurückgegangen. Auch am Montagmorgen setzte sich dieser moderate Rückgang weiter fort, so dass die beiden Rohölleitsorten BRENT und WTI insgesamt um rund 1,1 Dollar/Barrel nachgaben. BRENT notierte somit am Montagmorgen bei 51,5 Dollar/Barrel und das amerikanische Leichtöl WTI wurde am Morgen mit 49,3 $/b wieder unter der 50-Dollar-Marke gehandelt.

Nachdem die Ölpreise, aufgrund der überraschend beschlossenen Förderobergrenze der OPEC, innerhalb von zehn Tagen um gut 13 Prozent gestiegen waren, hatte am Freitag eine leichte Gegenbewegung eingesetzt. Darüber hinaus hatte der Wirbelsturm Matthew an der Ostküste der USA nicht so stark gewütet wie zuvor angenommen wurde, weshalb die Verschiffung von Rohöl wohl doch nicht so stark beeinträchtigen sein wird. Außerdem drückten die neuen Zahlen von Baker Hughes zu den aktiven US-Ölbohrlöchern auf die Preise, denn der Öl-Dienstleister meldete schon wieder einen Anstieg der Aktivitäten der US-Ölförderunternehmen.

In dieser Woche treffen sich die OPEC-Mitglieder am Rande eines Energieforums in Istanbul um dort über die Umsetzung der beschlossenen Förderkürzung zu beraten. Bis zum nächsten offiziellen OPEC-Treffen Ende November sollen verbindliche Förderquoten für alle OPEC-Mitglied festgelegt werden. Auch Russland nimmt an den Gesprächen teil. Dennoch zweifeln weiterhin viele Analysten am gemeinsamen Umsetzungswillen des Ölkartells. Besonders weil OPEC-Mitglieder wie der Irak, der Iran, Nigeria und auch Libyen ihre Ölproduktion gerne ausweiten würden. Saudi-Arabien war bisher auch nicht bereit die eigene Produktion zu drosseln, da das Land mit die niedrigsten Förderkosten hat und daher den Preiskampf um Marktanteile nicht scheuen muss. Außerdem wartet die US-Schieferölindustrie nur auf steigende Ölpreise um die Förderung wieder hochzufahren.

Aussicht und Empfehlungen

Obwohl die Übereinkunft der wichtigsten Ölförderländer noch den Realitätscheck überstehen muss, hat die überraschende Einigung der OPEC auf eine Förderobergrenze die Aussichten für die weitere Preisentwicklung am Ölmarkt grundlegend verändert. Konnte man vor dem OPEC-Beschluss noch mit guten Aussichten auf fallende Heizölpreise spekulieren, so kann man aktuell schon zufrieden sein, wenn die Heizölpreise wieder auf das Preisniveau von vor dem Meeting sinken oder zumindest nicht noch stärker zulegen.

Eine Prognose ist zurzeit sehr schwierig. Es ist durchaus möglich, dass die Heizölpreise nach einem kurzen Höhenflug bald wieder nachgeben. Allerdings kann auch nicht ausgeschlossen werden, dass die Heizölpreise nun nachhaltig auf ein höheres Preisniveau klettern. Wer kein Risiko eingehen will, der sollte die im Vergleich zu den Vorjahren immer noch günstigen Heizölpreise nutzen und einen Wintervorrat anlegen.

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