Heizölpreise um 0,7 Cent/Liter gesunken

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Zur Wochenmitte haben die Heizölpreise im bundesweiten Durchschnitt um 0,7 Cent/Liter nachgegeben. Eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl kostet somit bei den tanke-günstig Partnerhändlern aktuell 50,67 €uro pro 100 Liter Heizöl. Bei der regionalen Betrachtung der Preisentwicklungen zeigte sich heute erneut ein recht einheitliches Bild. So war in keinem Bundesland ein Preisanstieg zu verzeichnen. In Brandenburg und Berlin verharrten die Heizölpreise jedoch auf ihrem Vortagesniveau. Die kräftigsten Preisrückgänge waren mit 1,0 bis 1,2 Cent/Liter in Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein zu verzeichnen.

Entwicklungen am Ölmarkt

Nachdem der saudische Energieminister erneut bekräftigte, dass er derzeit keinen Bedarf für eine Begrenzung der Ölfördermengen sehen würde, weil er zuversichtlich ist, dass das Angebots-Nachfrage-Verhältnis durch die Marktkräfte ins Gleichgewicht gebracht werden kann, zeigte sich zum Wochenauftakt dennoch mal wieder, dass alleine Gespräche über einen möglichen Markteingriff, ein beträchtliches Potential haben die Ölpreise nach oben zu treiben.

So hatten die Ölpreise am Montag eine regelrechte Berg- und Talfahrt aufs Parkett gelegt. Der Grund war ein Treffen des russischen Energieministers mit seinem Amtskollegen aus Saudi-Arabien am Rande des G20-Gipfels. Zunächst sah es so aus als ob sich die wichtigen Ölförderländer auf eine Förderbegrenzung hätte einigen könnten, weil eine "bedeutende" Erklärung angekündigt wurde. Nach der gemeinsamen Pressekonferenz kehrte bei Börsenhändlern jedoch Ernüchterung ein. Außer der vagen Ankündigung, dass man eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit unterzeichnet habe, die zum Ziel hat die Ölpreise zu stabilisieren, wurde nichts Konkretes verkündet.

Für ein nachhaltig höheres Preisniveau müssten den Worten allerdings auch Taten folgen. Da es aber meist nur bei Lippenbekenntnissen bleibt, reagierten Börsenhändler gestern auch nicht mehr auf die Aussage des iranischen Ölministers, der OPEC-Generalsekretär Barkindo seine volle Unterstützung bei der Stabilisierung der Ölpreise zusagte. Trotz dieser Aussage verzeichneten die Ölnotierungen am gestrigen Handelstag ein Minus, heute Morgen sorgte der schwache US-Dollar dann allerdings dafür, dass die Ölpreise wieder etwas zulegten. In Summe war dennoch ein Rückgang der beiden Rohöl-Leitsorten BRENT und WTI in Höhe von 0,4 Dollar/Barrel feststellbar. Die europäische Ölsorte BRENT stand somit am Mittwochmorgen bei 47,4 $/b und die US-Sorte WTI wurde bei 44,9 Dollar/Barrel gehandelt.

Aussicht und Empfehlungen

Besonders nachdem Saudi-Arabien einer Förderbegrenzung zu Wochenbeginn eine klare Absage erteilt hat, deuten weiterhin eine ganze Reihe von Indikatoren darauf hin, dass wir in den kommenden Wochen günstigere Heizölpreise sehen könnten. Zumindest ist der Weltölmarkt weiterhin überversorgt, weshalb die Ölpreise, nach dem stark spekulationsgetriebenen Anstieg im Augst, weiterhin ein beträchtliches Kurskorrekturpotential nach unten aufweisen. Allerdings gibt es am stark spekulationsabhängigen Ölmarkt, auch bei preisdrückenden Fundamentaldaten keine Garantie für einen Preisrückgang.

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